Beide Mannschaften versenken zusammen 42 Dreier / Marcus Graves stellt Saisonbestwert von 30 Punkten ein / Harris: „Karlsruhe mit Small Ball den Sieg absolut verdient“
PS Karlsruhe LIONS – Phoenix Hagen 116 : 109 n.V.
(27 : 29 | 31 : 25 | 19 : 28 | 22 : 17 | 17 : 10)
Unterschätze niemals das Herz eine Champions. So passte es ins Bild, dass Julian Albus, ProA-Meister mit Karlsruhe anno 2024, kurz vor Ende der Partie nach einem angenommenen Offensiv-Foul auf dem Parkett saß und seinen Emotionen freien Lauf ließ. Über 45 Nettominuten hatten sich Lions und „Feuervögel“ in einem wahren Offensivspektakel alles abverlangt – und den anwesenden Zuschauern dabei einen unterhaltsamen Basketballabend bereitet. Verwandelte Phoenix satte 18 Dreier, fielen auf Karlsruher Seite gleich 24 Distanzwürfe – die Basis für den letztlich verdienten Erfolg der Badenser, die damit weiter Chancen auf die Playoffs haben.
Stimmen zum Spiel
Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„Heute hat Karlsruhe mit viel Small Ball unkonventionell gespielt, während wir nicht bereit waren, den Bällen hinterherzugehen und uns unnötige Ballverluste geleistet haben. Hut ab vor der Leistung der Lions, die sich damit den Sieg absolut verdient haben. Vor uns liegt noch eine Menge Arbeit, denn wir werden weiterhin auf Gegner treffen, die alles daran setzen, gegen uns zu gewinnen.“
Demond Greene (HC PS Karlsruhe LIONS):
„Wenn wir in der Vorwoche gegen den Tabellenletzten verlieren, können wir auch gegen den Ersten gewinnen – das war unser Mindset. Unser Restprogramm ist sicherlich nicht einfach, aber um eine realistische Chance auf die Playoffs zu haben müssen wir im besten Fall alle restlichen Spiele gewinnen. Mehr können wir nicht tun, als in dieser Phase der Saison nur auf uns zu schauen.“
Starting Five
0️⃣0️⃣ Marcus Graves
0️⃣2️⃣ Dennis Nawrocki
0️⃣4️⃣ Bjarne Kraushaar
1️⃣0️⃣ Fabian Bleck
2️⃣1️⃣ Tim Uhlemann
Das Spiel im Stenogramm
12:11, 3. | Da hat jemand das Fenster offen gelassen: Isaiah Hart beginnt die Partie mit drei Dreiern, aber auch Hagen zeigt sich durch Treffer von außen gefährlich.
21:21, 6. | Phoenix verlagert die eigene Offensive zunehmend unter den Korb, während Kilian Binapfl seinen zweiten Treffer von „Downtown“ einstreut.
33:40, 14. | Apropos: Dreier … auch Tim Uhlemann steigt in den Reigen von jenseits des Perimeters ein und verwandelt seinen vierten Distanzwurf im vierten Versuch – Auszeit Karlsruhe.
45:48, 17. | Damit die Anzeigetafel bloß keine Verschnaufpause bekommt, geht der Dreierreigen durch doppelte Treffer von Devin Schmidt munter weiter.
63:64, 24. | Die Geschichte der ersten Hälfte wird weitererzählt: Dennis Nawrocki jagt zwei Distanzwürfe hintereinander durchs Netz – Auszeit Lions.
77:86, 32. | Phoenix zieht in der Verteidigung an und erarbeitet sich die bislang höchste Führung.
82:88, 25. | Die Hausherren lassen sich nicht komplett abschütteln und bleiben dank David Cohn auf Schlagdistanz,
88:94, 37. | Crunchtime ist Marcus Graves-Zeit: Der Phoenix-Aufbau leitet die entscheidende Phase mit einem Steak und anschließendem Leger ein.
99:99, 40. | Beide Teams verpassen die Chance den Deckel drauf zu machen – Verlängerung.
105:105, 42. | Die ersten sechs Hagener Punkten in der Overtime gehen aufs Konto von Devin Schmidt.
115:109, 45. | Die Gastgeber leisten sich weniger Fehler, während Phoenix das eigene Comeback durch nicht forcierte Ballverluste torpediert.
Gut zu wissen…
🔥 Phoenix leistete sich insgesamt 20 Ballverluste, davon allein deren vier in der Extraschicht.
🔥 Die Lions verwandelten 24 Dreier bei 54 Versuchen (44,4 Prozent Trefferquote).
🔥 Die 116 von Karlsruhe aufgelegten Zähler stellten die meisten Gegenpunkte der laufenden Saison und die siebtmeisten der Phoenix-Historie dar.
🔥 Mit 30 Zählern stellte Marcus Graves seinen persönlichen ProA-Bestwert ein.
🔥 Bei Hagen wurde Anzac Rissetto aufgrund einer Blessur an der Hand geschont.
Hoops For Unified
Auch in der Spielzeit 2025/2026 wird wieder genau auf die Punkteausbeute der Phoenix-Profis geschaut. Abermals wirft die Sparkasse an Volme und Ruhr pro erzieltem Zähler einen Euro in einen großen Spendentopf – diesmal unter dem Motto „Hoops For Unified“. Der so von Woche zu Woche größer werdende Betrag wird am Ende der Saison an die Kooperationsmannschaft des Phoenix/TSV Unified Hagen ausgeschüttet.
Nach wettbewerbsübergreifend insgesamt 31 absolvierten Partien befinden sich bereits 2.950,- Euro im Spendentopf.
Statistik
Phoenix Hagen
Graves (30/4 Dreier), Nawrocki (10/3), Schwieger (0), Kraushaar (2, 6 Assists), Schmidt (28/5), Bleck (2), Omuvwie (3), von Waaden (0), N’Guessan (11), Uhlemann (13/4), Carroll (10/2)
PS Karlsruhe LIONS
Olenyi (dnp), Hart (22/6), Williams (3/1), Kuku (0), Oba (9), Pisic (dnp), Binapfl (23/3, 7 Rebounds), Haarmann (dnp), Albus (7/1), Dawson (9/3), Ejah (21/4, 9 Rebounds, 7 Assists), Cohn (22/6)
So geht’s weiter…
Nach der March Madness ist noch nicht ganz in der Postseason. Auf der Zielgeraden der ProA-Hauptrunde stehen Phoenix noch zwei Heimspiele ins Haus, die es richtig in sich haben – immerhin geht es gegen Teams, mit denen Hagen es in den vergangenen beiden Playoff-Viertelfinals zu tun hatte.
🗓️ Sonntag, 12.04.2026
⏰ 16:00 Uhr
🆚 Bozic Estriche Knights Kirchheim
📍 Ischelandhalle
🗓️ Samstag, 25.04.2026
⏰ 19:00 Uhr
🆚 Crailsheim Merlins
📍 Ischelandhalle
Tickets für die Partien sind an folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich:
🎟️ Onlineshop
🎟️ Fanstore (Mittelstr. 4)
🎟️ Thalia (Elberfelderstr. 31)
…sowie selbstverständlich am Spieltag selbst vor Ort an der Tageskasse.
