WNBL: Lektionen in Demut

24-1 heißt es mittlerweile für das Hagener WNBL-Team. Seit der erfolgreichen Qualifikation im Juni 2024 präsentiert sich die Hagener U18 in jedem Spiel als wettbewerbs-und konkurrenzfähig und hat nur ein Spiel verloren. Die gleiche Bilanz hat -im gleichen Zeitraum in der gesamten WNBL- nur das Würzburger Team, gegen das das Team Phoenix-TSV Hagen 1860 im WNBL-Finale 2025 verloren hat. Doch das sind nur Ergebnisse. Wichtiger ist die Entwicklung jeder einzelner Spielerin, die Entwicklung des Teams und die Art und Weise, wie das Team auftritt und Basketball spielt.

Saison 2025-2026 | WNBL Gruppe West

Sonntag, 18.01.2026 | 15:00 Uhr | Sporthalle Altenhagen
Phoenix-TSV Hagen 1860 – Rhein Bascats Düsseldorf 83:68 (18:19, 22:14, 26:17, 17:18
)

Gegen Düsseldorf war vieles wie häufig: Der Gegner samt Eltern waren „heiß“, emotional und aggressiv. Der Gegner war körperlich auf jeder Position überlegen. Nicht „wie häufig“, sondern wie immer -generell, war die Disziplin des Hagener WNBL-Teams. Egal was passiert, gespielt wird die nächste Aktion. Egal, welcher Call, welcher No-Call: next, nächste Aktion. Etwas klappt nicht, next. Ein freier Layup wird daneben geworfen, next. Die Defense-Rotation zu spät, next. Der Gegner feiert einen Hagener Schrittfehler, next. Der Gegner trifft einen Dreier, next. Simple as that: next.

Nach einer langen Spielunterbrechung zu Beginn, aufgrund technischer Probleme (deswegen war kein Scouting verfügbar), erspielten sich die Hagenerinnen einen Vorsprung, den sie bis zum Viertelende nicht hielten. Im 2ten Spielabschnitt verbesserte sich das Heimteam und holte sich abermals die Führung. Im 3. Spielabschnitt gab es für die zahlreichen Zuschauer sowohl eine verbesserte Hagener Defense zu sehen, als auch zahlreiche Assists. In der 37. Minute führte das Heimteam mit 21 Punkten und kassierte danach noch drei „Hail-Marys“, die nichts am deutlichen Sieg änderten.

Angeführt vom Trio Zraychenko/Erfeld/Wasielewski gewann das Hagener Team das Heimspiel gegen den Tabellendritten. Dabei gab es Lektionen in Demut, die das Team gewohnt ist, und gemeinsam, miteinander und füreinander diszipliniert erträgt. Die Hagener WNBL-Mannschaft ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, war immer für einen Stopp (Wer ist eigentliche Nele Erfeld?), ein großartiges Defenseplay oder einen Dreier (Hannah Abramowski), einen Lefty-Layup oder einen Assist (Lia Wasielewski), einen phantastischen Pass oder einen Hookshot (Enie Springer), einen Steal samt Fullcourt-Push (Emma Huppertz), eine phantastische Defense-Sequenz (Stina Oberhag), einen Offensivrebound oder Spitzen-Skip-Pass (Lana Schlegel), ein physisches Hustle-Play (Nike Zacharias), einen Step-And-Hop-Zweier (Shahinaz Sohit) oder „einfach ein gutes Basketball-Play überall auf dem Feld“ (Darina Zraychenko) gut.

Demut, Disziplin, Belastbarkeit, Leistungsbereitschaft, Begeisterung für das eigene Spiel, eine hohe Anspruchshaltung an die Qualität im Training, im Spiel und die eigene Konzentration sowie Aufmerksamkeit, kombiniert mit ausgeprägtem Wettkampfwillen und hoher Wettkampfmentalität; dazu die Hagener Defense ergänzt durch variable Offensivaktionen: Die Entwicklung geht weiter und es gibt noch Einiges zu erspielen und erarbeiten. Step by step, on to the next. Zum letzten Spiel in der WNBL-Hauptrunde der Saison 2025-2026 reist das Team am Sonntag, 25. Januar nach Neuss.

Für Hagen spielten: Nike Zacharias (0), Nele Erfeld (2), Stina Oberhag (0), Hannah Abramowski (10), Enie Springer (6), Emma Huppertz (15), Darina Zraychenko (23), Shahinaz Sohit (6), Lia Wasielewski (19), Lana Schlegel (2)

WNBL-All-Star-Wahl des DBB
Vier Hagener Spielerinnen sind bei der All-Star-Auswahl dabei: Enie Springer, Lia Wasielewski, Emma Huppertz und Darina Zraychenko. Weitere Informationen hier: klick