Zweite Fünf bringt 51 Punkte aufs Tableau / Hagener Verteidigung erlaubt nach der Pause nur 41 Zähler / Harris: „Trotz des Rostocker Dreierregens nie aufgegeben“
ROSTOCK SEAWOLVES – Phoenix Hagen 102 : 92
(39 : 11 | 22 : 22 | 17 : 26 | 24 : 33)
Beim ersten BBL-Pflichtspiel seit 3.585 Tagen erwischte Phoenix einen absoluten Fehlstart. Schnell lag Rostock mit 20:0 in Front, im zweiten Viertel wuchs der Rückstand gar auf satte 35 Zählern an. Bei den Gästen dominierte die Achse um Artur Konontsuk (21 Punkte) und TJ Crockett (15, 8 Assists), während Hagen mit teils unnötigen Ballverlusten haderte. Rechtzeitig vor der Pause finden sich die Volmestädter jedoch, standen den Seawolves-Schützen aggressiver auf den Füßen und nahmen die Physis der Hausherren besser an. Nach dem Seitenwechsel setzten die von der Bank kommenden Adam Kunkel (18, 5/10 Dreier) und Cameron Krutwig (12, 8 Assists) jene Impulse, die das gesamte Team mitrissen und eine fulminante Aufholjagd initiierten – welche in der Crunchtime jedoch nicht von Erfolg gekrönt sein sollte.
📊 Boxscore
📺 Dyn Re-Live
🦾 Tabelle
Stimmen zum Spiel
Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„Zuallererst möchte ich Rostock – dem Coach, dem Team, der Stadt – zu einem tollen und verdienten Sieg gratulieren. Wir waren zuletzt vor fünf Jahren zu ProA-Zeiten in der Stadthalle, wobei wir schon damals beeindruckt von dem waren, was hier geleistet wird. Was sich seither bei den Seawolves nochmals getan hat, ist absolut großartig und ein Vorbild für Clubs wie uns.
Gleich zu Beginn haben wir zu spüren bekommen, wie physisch das Spiel wird. Wir haben irgendwie versucht, mit unseren Mittel dagegen zu halten, waren aber nicht in der Lage mitzuhalten. Ich kann meine Mannschaft nur dafür loben, wie wir uns gefangen und trotz des Rostocker Dreierregens nie aufgegeben haben.“
Przemyslaw Frasunkiewicz (HC ROSTOCK SEAWOLVES):
„Ich bin unglaublich glücklich darüber, wie wir losgelegt haben. Wirklich. Mit einer unfassbaren Energie. Wir haben über das ganze Feld verteidigt, sind gelaufen, haben den Ball gut bewegt und miteinander geteilt. Wir waren treffsicher im Abschluss. Das war wirklich großartig – fast eine perfekte erste Halbzeit. Das hat allerdings auch enorm viel Energie gekostet.
In der zweiten Halbzeit waren wir dann extrem müde. Hagen lag mit 35 Punkten zurück, hat anschließend einige schwierige Würfe getroffen und wir haben uns defensiv viele Fehler erlaubt. Deshalb konnten sie am Ende noch 92 Punkte erzielen.“
Adam Kunkel (#3 Phoenix Hagen):
„Rostock ist unheimlich heiß in die Partie gestartet, wobei wir uns auch selbst in Loch gegraben haben, aus dem wir uns anschließend ausarbeiten mussten. Wir wissen, dass wir besser sind als das, was wir im ersten Viertel gezeigt haben. Als wir unseren Rhythmus hatten, lag der Fokus komplett nur noch auf dem jeweils nächsten Ballbesitz. Ich gehe solche Durststrecken immer mit den Gedächtnis eines Fisches an, da ich in meine und die Arbeit der Mannschaft vertraue, die wir alle im Training investieren – dafür haben wir uns mit dem Comeback nach der Pause belohnt.“
Starting Five
0️⃣0️⃣ Marcus Graves
1️⃣0️⃣ Fabian Bleck
1️⃣2️⃣ Tyler Polley
2️⃣9️⃣ Patricio Garino
3️⃣3️⃣ Trenton Gibson
Das Spiel im Stenogramm
12:0, 3. | Die Hausherren starten mit vier Dreien in die Partie – Auszeit Phoenix.
20:1, 5. | Nach 248 Sekunden erzielt Trenton Gibson von der Freiwurflinie den ersten Hagener Bundesliga-Punkt seit zehn Jahren.
48:18, 15. | In der vergangenen Saison hat Cameron Krutwig in Spanien keinen Dreier versucht, nun trifft der Linkshänder aus der Distanz.
69:43, 26. | Die größte Waffe der Hausherren ist und bleibt der Distanzwurf: Routinier DeAndre Lansdowne erzwingt durch seinen Treffer von „Downtown“ die nächste Hagener Auszeit.
88:75, 35. | Hier gibt keiner auf: Adam Kunkel bringt Phoenix so nah heran wie seit dem ersten Viertel nicht mehr.
90:81, 37. | Ebenfalls von jenseits des Perimeters drückt Bjarne Kraushaar den Rückstand in der Crunchtime gar in den einstelligen Bereich.
102:87, 40. | Gut 48 Sekunden vor dem Ende sorgt TJ Crockett mit seinem vierten Dreier des Abends für die Entscheidung.
Das bleibt hängen…
🔥 Rostock traf 19 seiner 42 Dreierversuche (45,2 Prozent), Phoenix versenkte 13 von 28 Würfen aus der Distanz (46,4 Prozent).
🔥 Hatte Hagen zur Pause bereits elf Ballverluste auf dem Konto, kamen nach dem Seitenwechsel nur noch drei Turnover hinzu. Die Seawolves vertändelten den Baden insgesamt 13-mal.
🔥 Die zweite Fünf der „Feuervögel“ markierte starke 51 Zähler, was 55,4 Prozent des Hagener Outputs entsprach.
Statistik
Phoenix Hagen
Graves (7/1 Dreier), Kunkel (18/5), Kraushaar (9/1), Bleck (0), Omuvwie (4), Polley (9), Uhlemann (8/1), Krutwig (12/1, 8 Assists), Garino (5/1), Gibson (20/3, 5 Assists)
ROSTOCK SEAWOLVES
Crockett (15/4), 8 Assists), Copeland (6), Lockhart (9/3), Baggette (1), Hartwich (2), Lansdowne (10/2), Amaize (7/1), Stove (11, 2), Tilsen (0), Withers (6), Konontsuk (21/5)
So geht’s weiter…
25.09. | 18:30 Uhr
Phoenix Hagen vs. ratiopharm ulm
2. Spieltag easyCredit BBL
27.09. | 16:30 Uhr
NINERS Chemnitz vs. Phoenix Hagen
3. Spieltag easyCredit BBL
04.10. | 15:00 Uhr
Phoenix Hagen vs. SKYLINERS Frankfurt
4. Spieltag easyCredit BBL
Tickets für die Phoenix-Heimspiele sind an folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich:
🎟️ Onlineshop
🎟️ Fanstore (Mittelstr. 4)
🎟️ Thalia (Elberfelderstr. 31)
…sowie selbstverständlich am Spieltag selbst vor Ort an der Tageskasse.

