Mittwoch(t): Zeile für Zeile mit Bedacht

Endlich wieder Winter. Es ist richtig knackig kalt, der Schnee bleibt liegen, die Welt hüllt sich in ein glitzerndes Weiß. Ganz im Gegenteil zu der Heimweste von Phoenix Hagen, die am vergangenen Wochenende einen ärgerlichen Fleck erhalten hat. Auf der Heimfahrt, welche ob der einsetzenden Glätte deutlich länger dauert als gewöhnlich, bleibt mehr als genug Zeit, um die Partie nochmals Revue passieren zu lassen. Ja, der Start war alles andere als gut. Das anschließende Comeback nach -20 umso beeindruckender. Nein, Jeffrey Carroll wollte den zweiten Freiwurf definitiv nicht machen. Und die Eisbären sind ein wirklich tapfer Gegner, der sich den Sieg redlich verdient hat.

Gedankenspiele können Emotionen auslösen. Es ist so einfach, diese in Kommentarspalten zu spülen. Ungefiltert, anonym, laut und polternd. Auch Nachrichten landen häufig im Postfach bei Instagram und Facebook – meist allerdings von unzufriedenen Sportwettenden. Alles geschenkt, das gehört dazu, solange ein Mindestmaß an Contenance gewahrt wird. Selbiges gilt auch für Mails, die bei denen landen, die wie viele Gleichgesinnte Zeit und Herzblut investieren, um eine Vision mit Leben zu füllen. Die mehr verdient haben als wilde Anschuldigungen.

Was zum Anlass dient, die selbstgestrickten Strümpfe anzuziehen, sich mit dem gehäkelten Waschlappen durchs Gesicht zu gehen, um mit kühlem Kopf in die Welt der Poesie abzutauchen…

Reflektiert und mit Bedacht
Über Sachverhalte nachzudenken
Die eig’nen Emotionen
In rechte und gerechte Bahnen lenken

Gerät zur Kunst und bedarf zudem
Etwas wohldosiertes Feingefühl
Rohe Sitten, gar Pöbeleien
Hatten noch nie wirklich Stil

Auf Kritik reagieren zu können
Bedarf einem Minimum an Form
Eine ungehobelte Mail jedoch
Rückt ab von dieser Norm

Mit Akribie wird d’ran gewerkelt
All’ vorhandene Energie verwandt
Negieren wir vergangenes Leid
Nach Asche kommt gelobtes Land

Mittwoch(t)

Es gibt so viele Geschichten rund um Phoenix Hagen. Geschichten, die erzählt werden wollen. Die einen etwas anderen Einblick in den Club und die internen (Denk-)Prozesse geben. Aus dem Arbeitstitel „Mittwochs-Meinung“ entwickelte sich der „Statement Wednesday“ oder auch das „Wort zum Mittwoch“, und letztlich der Begriff „Mittwoch(t)“. Es ist der etwas andere Angang an Themen, welche das Phoenix-Office umtreiben.