Mittwoch(t): Hey DBB, wir haben da eine Idee

Erst kürzlich jährte sich der Gewinn der Weltmeisterschaft zum dritten Mal. Das 83:77 über Serbien hat ich ins kollektive Gedächtnis der deutschen Basketball-Community eingebrannt. Wir wissen alle noch, wo wir das Finale seinerzeit geschaut haben. Mit wem. Wer anschließend die erste Nachricht geschickt bekommen hat. Dass selbst Mama, die nur dann vor dem Fernseher gesessen hat, wenn Wendell Alexis auflief, sich mit einem knappen „Glückwunsch … wie großartig!“ meldete. Aber darum geht’s hier gar nicht…

Seit vergangenen Sommer darf sich der Deutsche Basketball Bund nach 1993 zum zweiten Mal in seiner Historie zudem Europameister nennen. Das 88:83 über die Türkei war in seiner Entstehung gefühlt nochmals dramatischer als der „Thriller of Manila“. Und doch dürfen wir uns – frei nach Franz Wagner – nun „Alles-Meister“ nennen. Aber darum geht es nicht…

Es geht darum, wie wir mit der Gegenwart, aber auch mit dem Vermächtnis dieser goldenen Generation umgehen. Wie wir die „Adlerträger“ abfeiern. Wie wir jede Chance genießen, sie spielen sehen zu dürfen. Nicht nur mit dem goldenen Patch auf der Brust. Sondern vor allem in der Bundesliga. Dies wurde jedem Zuschauer bewusst, der diesen August beim Länderspiel-Doubleheader in der Kölnarena war und dort der Verabschiedung von Johannes Voigtmann aus der Nationalmannschaft beiwohnen durfte. Der Center erhielt stehende Ovationen für das, was er für Basketballdeutschland geleistet hat. Gänsehaut pur. Tränen im Knopfloch.

Der Punkt ist: Mit Voigtmann, Justus Hollatz, Johannes Thiemann und Andreas Obst gibt es gerade einmal vier Welt- und Europameister, die aktuell in der Bundesliga aktiv sind. Am zweiten Weihnachtsfeiertag kommen sie mit dem FC Bayern Basketball in die Ischelandhalle. Die übrigens in jener Stadt steht, in der auch der Deutsche Basketball Bund seinen Sitz hat.

Wie wäre es, dieses elitäre Quartett ordentlich abzufeiern? Wenn Welt- und Europameisterpokal ihren Weg zur Autogrammstunde in der Märkischen Bank finden können, warum denn nicht auch in die „Ische“? Es würde dem Spiel zwischen Phoenix und dem FCB absolut nichts wegnehmen. Sondern dazu beitragen, dass unser aller kollektives Gedächtnis nochmals angezapft wird. Dass es stehende Ovationen gibt. Dass Hagener und Münchener sich anschließend an der Theke darüber austauschen, wo sie damals – sowie 2023 als auch 2025 – waren. Wem sie geschrieben haben. Und was Mama ihnen getextet hat.

Genau darum könnte es gehen. Aber das ist nur eine Idee.

Mittwoch(t)

Es gibt so viele Geschichten rund um Phoenix Hagen. Geschichten, die erzählt werden wollen. Die einen etwas anderen Einblick in den Club und die internen (Denk-)Prozesse geben. Aus dem Arbeitstitel „Mittwochs-Meinung“ entwickelte sich der „Statement Wednesday“ oder auch das „Wort zum Mittwoch“, und letztlich der Begriff „Mittwoch(t)“. Es ist der etwas andere Angang an Themen, welche das Phoenix-Office umtreiben.