Flaute aus der Distanz: Phoenix mit 22,6 Prozent Dreierquote / Harris: „Waren in der ersten Hälfte nicht gedankenschnell genug“ / Dienstag, 26.05.2026, in der Ischelandhalle: Wer sichert sich den Matchball?
Eisbären Bremerhaven – Phoenix Hagen 87 : 80
(16 : 11 | 27 : 19 | 22 : 15 | 22 : 35)
Stand „Best of five“-Serie:
(1.) Phoenix Hagen 1 – 1 Bremerhaven (4.)
Trotz großartiger, lautstarker Unterstützung von rund 250 gen Norden gereister Fans erwischte Phoenix einen klassischen Fehlstart und lief früh einem zweistelligen Rückstand hinterher. Kurz vor der Pause belief die Differenz gar satte 24 Punkte, was vor allem daran lag, dass Hagen in der Verteidigung oftmals einen Schritt zu langsam war. Die Eisbären indes präsentierten sich hellwach, abgeklärt, und steuerten einem scheinbar leichten wie klaren Sieg entgegen. Auf der Zielgeraden fanden die „Feuervögel“ jedoch zurück zu ihrem Kampfgeist und konnten, angetrieben durch die unentwegt ackernden Dominick von Waaden (10 Punkte) sowie Bjarne Kraushaar (9, 4 Assists, 3 Steals), nochmals zwingend verkürzen. Da auf der Gegenseite allerdings Elijah Miller (16) und Co. trotz taktischer Fouls die Nerven bewahrten, behielten die Gastgeber an diesem Abend letztlich verdient die Oberhand.
Stimmen zum Spiel
Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„Wir waren vor allem in der ersten Hälfte physisch viel zu passiv und nicht gedankenschnell genug, um Bremerhaven Paroli zu bieten. Erst als wir in der zweiten Hälfte eine Lineup gefunden haben, die uns mit Kampfgeist und Mut inspiriert hat, konnten wir den Rückstand verkürzen. Davon brauchen wir am Dienstag in eigener Halle kollektiv mehr.“
Starting Five
0️⃣0️⃣ Marcus Graves
0️⃣2️⃣ Dennis Nawrocki
0️⃣4️⃣ Bjarne Kraushaar
1️⃣0️⃣ Fabian Bleck
2️⃣1️⃣ Tim Uhlemann
Das Spiel im Stenogramm
8:4, 5. | Auf dem Feld ist’s noch recht zäh, auf den Rängen der ausverkauften Stadthalle sind ausschließlich die Phoenix-Anhänger zu hören.
23:12, 12. | Die Eisbären bringen den Ball immer wieder erfolgreich bis ans Brett, während Hagen weiterhin auf den ersten erfolgreichen Dreier des Abend wartet. Dafür zwingt Jemarl Baker die „Feuervögel“ mit seinem Treffer aus der Distanz zu einer Auszeit.
33:16, 15. | Intensiv und hitzig ist’s: Wie sehr, belegt, dass Chris Harris ein Technisches Foul kassiert.
42:21, 18. | Nach zuvor 13 Hagener Fahrkarten von „Downtown“ versenkt Jeffrey Carroll den so langersehnten ersten Phoenix-Dreier.
43:30, 20. | Samt Stoßgebet zum Himmel: Mit dem Pausenhorn trifft Marcus Graves von der Mittellinie und sorgt somit dafür, dass Phoenix zumindest das Momentum mit in die Kabine nimmt.
54:34, 25. | Phoenix kommt nach dem Seitenwechsel mit einer komplett veränderten Startformation, aber auch wenig Fortune zurück aufs Parkett.
62:41, 29. | Die Eisbären nehmen Hagen jeglichen Offensivfluss weg und halten die Differenz über ihre Physis auf konstantem Level.
68:47, 33. | Auf dem Feld will wenig gelingen. Der durchgängig lautstarken Unterstützung von den Rängen tut dies allerdings keinen Abbruch.
70:58, 36. | Unverhoffter Hoffnungsschimmer am Horizont: Lucas N’Guessan setzt mit einem Dunk den Schlusspunkt auf einen 13:2-Lauf – Auszeit Bremerhaven.
79:69, 39. | Phoenix schmeißt defensiv alles rein, doch Elijah Miller trifft mit Ablauf der 24 Sekunden-Uhr im Seitwärtsfallen einen Dreier gegen die ausgestreckten Armer zweier Verteidiger.
83:77, 40. | Dreier Tim Uhlemann, Korbleger Graves … geht da 33 Sekunden vor Schluss noch was?
87:80, 40. | Bremerhaven zeigt sich trotz taktischer Fouls an der Linie nervenstark und bestellt so den Ausgleich in der Serie.
Gut zu wissen…
🔥 Phoenix verwandelte nur sieben von 31 Dreierversuchen (22,6 Prozent). Die Eisbären indes präsentierten sich deutlich treffsicherer aus der Distanz (8/19, 42,1 Prozent).
🔥 Hagen griff sich 19 Offensiv-Rebounds ab, woraus 21 Punkte generiert werden konnten.
🔥 Bremerhaven markierte 36 seiner 87 Zähler direkt in der Zone.
🔥 Für Hagen kam Jan Razdevsek zu seinem ersten Playoff-Einsatz, bei Bremerhaven standen im Gegensatz zur ersten Partie sowohl Jemarl Baker als auch Dominique Johnson im aktiven Kader.
🔥 Hagen und Bremerhaven sind die in den ProA-Playoffs einzigen daheim noch ungeschlagenen Mannschaften.
Hoops For Unified
Auch in der Spielzeit 2025/2026 wird wieder genau auf die Punkteausbeute der Phoenix-Profis geschaut. Abermals wirft die Sparkasse an Volme und Ruhr pro erzieltem Zähler einen Euro in einen großen Spendentopf – diesmal unter dem Motto „Hoops For Unified“. Der so von Woche zu Woche größer werdende Betrag wird am Ende der Saison an die Kooperationsmannschaft des Phoenix/TSV Unified Hagen ausgeschüttet.
Nach wettbewerbsübergreifend insgesamt 40 absolvierten Partien befinden sich bereits 3.801,- Euro im Spendentopf.
Statistik
Phoenix Hagen
Graves (13/1 Dreier), Nawrocki (1), Kraushaar (9/1), Schmidt (6), Bleck (2), Omuvwie (3), von Waaden (10/2), N’Guessan (12, 9 Rebounds), Uhlemann (8/2), Carroll (11/1), Razdevsek (2), Rissetto (3)
Eisbären Bremerhaven
Miller (16/2), Falkenthal (13/1), Biss (0), Samare (8, 10 Rebounds), Carter (5/1), Breitlauch (6/1), Baker (11/2), Meyer (0), Brenneke (7), Hemschemeier (8), Johnson (5/1), von Seckendorff (8)
So geht’s weiter…
Zum dritten Halbfinalspiel wechselt das Heimrecht wieder zurück an die Volme.
🗓️ Dienstag, 26.05.2026
⏰ 19:30 Uhr
🆚 Eisbären Bremerhaven
📍 Ischelandhalle
Tickets für die Partie sind an folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich:
🎟️ Onlineshop
🎟️ Thalia (Elberfelderstr. 31)
…sowie selbstverständlich am Spieltag selbst vor Ort an der Tageskasse.
