Hagens Defense erlaubt Eisbären nach der Pause nur 24 Punkte / 3.022 Zuschauer in der Ischelandhalle / Harris: „Defensiv nicht auf dem Niveau, das wir von uns selbst erwarten.“
Phoenix Hagen – Eisbären Bremerhaven 79 : 80
(17 : 33 | 25 : 23 | 14 : 9 | 23 : 15)
Als Jeffrey Carroll bei 5,5 Sekunden verbleibender Restspielzeit von der Freiwurflinie Maß nahm, sollte der Ball hinten auf den Ring prallen, um Phoenix die Chance auf den Offensiv-Rebound und den potenziellen Ausgleich, mit einem Dreier sogar auf den Sieg zu geben. Doch der Wilson fiel durchs Netz, so dass die bravouröse Aufholjagd nach 20 Zählren Rückstand nicht belohnt wurde. Stattdessen gab es im ProA-Spitzenspiel gegen Bremerhaven den ersten Fleck auf der bis dahin weißen Heimweste.
Stimmen zum Spiel
Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„In der ersten Hälfte, besonders im ersten Viertel, waren wir defensiv überhaupt nicht auf dem Niveau, das wir selbst von uns erwarten. Das hat sich nach der Pause komplett gewandelt, was ich der Mannschaft hoch anrechne. Gratulation an die Eisbären, die ein wirklich starkes Spiel gemacht und uns alles abverlangt haben.“
Steven Esterkamp (HC Eisbären Bremerhaven):
„Wir haben heute viel Nervenstärke bewiesen, denn Hagen hat vor allem in der zweiten Hälfte bewiesen, warum es für gegnerische Mannschaften so schwer ist in der Ischelandhalle zu gewinnen. Nach dem starken Start ist uns hinten raus etwas die Energie ausgegangen, aber die Jungs haben wirklich toll gekämpft und physisch alles gegeben.“
Starting Five
0️⃣0️⃣ Marcus Graves
0️⃣4️⃣ Bjarne Kraushaar
1️⃣0️⃣ Fabian Bleck
3️⃣0️⃣ Jeffrey Carroll
7️⃣7️⃣ Anzac Rissetto
Das Spiel im Stenogramm
12:23, 8. | Die Gäste aus Bremerhaven kommen immer wieder über Drives in die Zone, wo sie entweder per Flotter abschließen oder den Ball nochmals auf den freien Schützen raus passen.
29:40, 13. | Ein Funke, der schnell zum Lauffeuer werden kann: Dreier durch Devin Schmidt, Marcus Graves sowie Anzac Rissetto – Auszeit Bremerhaven.
42:52, 19. | Ungewöhnlich viele Pässe auf die Hagener Big Men werden abgefangen, weswegen Phoenix sich bei der Aufholjagd redlich schwer tut.
46:58, 24. | Du willst die Ischelandhalle nicht gegen dich haben: Von Heuboden ausgehend wird so viel Energie in die Halle gepresst, dass die Phoenix-Defense gleich um ein Vielfaches intensiver zu Werke geht.
50:63, 26. | Steht Chris Harris den ganzen Abend bereits nur im Hemd an der Seitenlinie, entledigt sich Steven Esterkamp, der Hitze des Spieles angemessen – ebenfalls seiner Jacke.
64:72, 32. | Fiel im gesamten dritten Viertel kein Phoenix-Dreier (bei neun Versuchen), setzen Graves und Jeffrey Carroll früh im Schlussabschnitt von außen Nadelstiche.
69:73, 36. | Noch hat die vielzitierte Lady nicht gesungen: Ein weiterer Carroll-Dreier zwingt Bremerhaven zur Auszeit.
75:78, 39. | Der Dritte Graves-Dreier des Abends. Hagen wittert Morgenluft.
77:78, 40. | Eine starke defensive Sequenz später verkürzt Carroll bei 31 Sekunden auf der Uhr an der Linie – jetzt braucht es einen weiteren Stopp.
77:80, 40. | Jannis von Seckendorff setzt Phoenix durch seinen Dunk bei 7,4 Sekunden Restspielzeit unter Zugzwang.
79:80, 40. | Wieder Carroll, wieder an der Linie. Der Forward versenkt 5,5 Sekunden vor Schluss den ersten Bonus, der zweite soll eigentlich hinten auf den Ring gehen … und fällt doch durchs Netz. Bremerhaven lässt nach dem Einwurf den Ball clever laufen und entführt den Sieg aus der Ischelandhalle.
Gut zu wissen…
🔥 Mit zehn eingesammelten Rebounds stellte Fabian Bleck einen neuen persönlichen ProA-Bestwert auf.
🔥 Phoenix tat sich den ganzen Abend über aus der Distanz schwer (10/35, 28,6 Prozent Trefferquote), während die Eisbären deutlich hochprozentiger von außen warfen (9/23, 39,1 Prozent)
🔥 Bremerhaven kam während der ersten Hälfte zu 28 Punkten direkt in der Zone, nach dem Seitenwechsel waren es nur noch zwölf Zähler.
🔥 Die Phoenix-Defense erlaubte den Gästen in der zweiten Halbzeit nur 24 Zähler, wobei die Nordlichter zehn von 33 Würfe aus dem Feld verwandelten (30,3 Prozent).
Hoops For Unified
Auch in der Spielzeit 2025/2026 wird wieder genau auf die Punkteausbeute der Phoenix-Profis geschaut. Abermals wirft die Sparkasse an Volme und Ruhr pro erzieltem Zähler einen Euro in einen großen Spendentopf – diesmal unter dem Motto „Hoops For Unified“. Der so von Woche zu Woche größer werdende Betrag wird am Ende der Saison an die Kooperationsmannschaft des Phoenix/TSV Unified Hagen ausgeschüttet.
Nach wettbewerbsübergreifend insgesamt 17 absolvierten Partien befinden sich bereits 1.626,- Euro im Spendentopf.
Statistik
Phoenix Hagen
Graves (15/3 Dreier), Nawrocki (4), Kraushaar (9/1), Schmidt (10/2), Bleck (6, 10 Rebounds), Omuvwie (0), von Waaden (0), N’Guessan (5, 7 Rebounds), Uhlemann (2), Carroll (18/3), Rissetto (10/1, 6 Rebounds)
Eisbären Bremerhaven
Miller (17/3), Falkenthal (6), Biss (3/1), Samare (9), Carter (9/1), Breitlauch (6), Baker (12/2), Warner (2), Walshe (2), von Seckendorff (14/2)
So geht’s weiter…
Im Januar beginnt offiziell die ProA-Rückrunde, die in den kommenden Wochen gleich zwei weitere Heimspiele mit sich bringt.
🗓️ Samstag, 17.01.2026
⏰ 19:00 Uhr
🆚 SBB Baskets Wolmirstedt
📍 Ischelandhalle
🗓️ Samstag, 31.01.2026
⏰ 19:00 Uhr
🆚 Tigers Tübingen
📍 Ischelandhalle
Tickets für die Partie sind an folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich:
🎟️ Onlineshop
🎟️ Fanstore (Mittelstr. 4)
🎟️ Thalia (Elberfelderstr. 31)
…sowie selbstverständlich am Spieltag selbst vor Ort an der Tageskasse.
