Teambuilding kann beizeiten dröge sein. Oder genau das Gegenteil, wenn ein waschechter Olympiasieger durch das Event führt. So ist für die Phoenix-Hünen schon bei der ersten Ansprache des 1,79 Meter-Mannes klar, wer der Chef ist. Die Ansprache von Frank Wieneke ist klar, deutlich, präzise – so wie jede einzelne Demonstration der nachzumachenden Bewegung. Das Mitglied der Hall of Fame des deutschen Sports korrigiert hier und da, hat immer ein Lächeln auf den Lippen, und eine Zielstrebigkeit in seinen Ausführungen, warum Wieneke in den 1980er-Jahren zur absolute Elite des Judosports gehörte.
Am Rand sitzen Manfred Halverscheid sowie sein Sohn Filip, die Betreiber des Judo Klub Hagen und beobachten, wie sich die Basketballer auf für sie ungewohntem Terrain bewegen. Durch den Kontakt zwischen ihnen und Sebastian Altfeld kam der Phoenix-Besuch im Dojo überhaupt erst zustande. Ein perfekter Beleg dafür, wie vielfältig die Sportlandschaft der Stadt Hagen gestaltet ist – und dass es sich lohnt, die eigene Komfortzone zu verlassen.
Marvin Omuvwie und Co. lernen an diesem Abend im September 2026 viel über sich selbst, das eigene Körpergefühl. Aber auch über die Kontrolle der eigenen Bewegungen, das Beschreiten des sanften Weges, dem der Respekt des Gegenüber als Leitplanke dient – was sich im Dojo, auf dem Parkett als auch abseits des Sports anwenden lässt.

