Maja Grothe enthüllt Meister-Banner / Phoenix gegenüber Vechta im Rebound klar unterlegen / Harris: „Vechta hat uns in jedem Bereich dominiert“
Phoenix Hagen – RASTA Vechta 74 : 100
(25 : 25 | 13 : 31 | 15 : 25 | 21 : 19)
Den emotionalen Höhepunkt des Abends gab es bereits eine Viertelstunde vor Tipoff der Begegnung. Als Geschäftsführer Martin Schmidt das Mikrofon an Maja Grothe übergab, erhoben sich die alle Zuschauer in der Ischelandhalle andächtig von ihren Plätzen, die Mannschaften unterbrachen ihr Warmup. Gemeinsam mit Daniel Grothe, dem Bruder der viel zu früh verstorbenen Matthias Grothe, war sie am Vorabend des neunten Todestages der Phoenix-Legende in die „Ische“ gekommen, um der Enthüllung des ProA-Meisterbanners nicht nur beizuwohnen, sondern rührende Worte an die Hagener Basketball-Familie zu richten – welche die Halle mit stehenden Ovationen beantwortete.
Das Spiel selbst geriet nach verheißungsvollem Beginn schnell zu einer einseitigen Angelegenheit. Der BCL-gestählte Kader der Gäste riss spätestens im zweiten Viertel das Geschehen an sich, wobei Tommy Kuhse (24 Punkte) souverän Regie führte. Zwar stemmte sich Bjarne Kraushaar (22 Punkte, 6/10 Dreier) bravourös dagegen, als Kollektiv war Phoenix jedoch beim Rebound zu deutlich unterlegen, als dass nach zwischenzeitlich 36 Zählern Rückstand noch an ein Comeback zu denken gewesen wäre.
📊 Boxscore
📺 Dyn Re-Live
📈 Tabelle
Stimmen zum Spiel
Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„Es wäre ein riesiger Fehler, nicht sofort Christian und RASTA zum Sieg zu gratulieren! Vechta hat uns heute ab dem zweiten Viertel in jedem Bereich dominiert – im Rebounding, in der Defense. Sie haben uns oft an das Ende der Shotclock gezwungen, sie haben uns unsere Zweier schwer gemacht. Und in ihrer Offensive hatten sie immer eine Lösung, egal, was wir versucht haben. Haben sie den Dreier mal nicht getroffen, waren sie beim Offensiv-Rebound zur Stelle. Diese Momente haben uns schon sehr die Luft rausgenommen. Das Spiel heute hat geschmeckt wie eine von außen verbannte und innen noch gefrorene Pizza – fruchtbar.
Es war zu erkennen, dass das heute Vechtas 15. Pflichtspiel war, für uns war es das neunte. Sie spielen, wir simulieren im Training. Zwar können wir mit den Trainingseinheiten viel aufarbeiten. Aber das ist schon noch einmal was anderes als ein Pflichtspiel.“
Christian Held (HC RASTA Vechta):
„Rundum zufrieden zu sein, fällt mir nie wirklich leicht. Aber heute haben wir über weite Strecken einen sehr guten Job gemacht, von daher bin ich zufrieden. Im ersten Viertel haben wir keine gute Defense gespielt, haben zu viele Fehler gemacht. Ab dem zweiten Viertel sind wir ganz anders aufgetreten. Es sind aktuell halt immer noch Phasen, in denen uns das gelingt. Es fehlt noch an der Konstanz. Das liegt auch daran, dass wir aufgrund der Veränderungen im Kader dann im Training und im Spiel immer andere Situationen haben. Durch die Rückkehr der zuvor verletzten Spieler ändert sich viel. Und damit werden wir jetzt weiter arbeiten. Was Tommy Kuhse betrifft, war am Mittwoch gegen Holon und heute zu sehen, wie unglaublich wichtig er für uns ist. Er bringt Ruhe in unsere Offense, hat eine Spielidee und einfach ein anderes Level. Wenn dir so jemand sechs Woche fehlt, dann sieht man das leider auch. Unser Trend war schon zuletzt positiv, nur passten die Ergebnisse nicht. Jetzt geht es darum, dass wir Kontinuität in unsere Leistungen bringen, dass wir gesund bleiben und so dann weiter an uns arbeiten können.“
Starting Five
0️⃣4️⃣ Bjarne Kraushaar
1️⃣2️⃣ Tyler Polley
2️⃣5️⃣ Cameron Krutwig
2️⃣9️⃣ Patricio Garino
3️⃣3️⃣ Trenton Gibson
Das Spiel im Stenogramm
7:14, 4. | Vechta kommt gut aus den Startblöcken und bestimmt zunächst über Würfe von außen das Geschehen.
27:39, 14. | In der Verletzungspause hat Tommy Kuhse definitiv keinen Rost angesetzt. Der Guard hat bereits 14 Punkte auf dem Konto.
46:69, 25. | Auch wenn Bjarne Kraushaar aufopferungsvoll dagegenhält, die Gäste kontrollieren weiterhin den Rebound und das Tempo.
71:100, 39. | Schwacher Trost: Mit Linus Trettin macht ein Absolvent des Hagener Jugendprogramms den „Hunderter“ voll.
Das bleibt hängen…
🔥 Mit 22 Zählern legte Bjarne Kraushaar einen neuen persönlichen BBL-Bestwert auf.
🔥 Vechta sicherte sich 39 Rebounds, Phoenix sammelte lediglich 23 Abpraller ein.
🔥 Vechta versenkte starke 41,9 Prozent seiner Dreierversuche (13/31), Hagen nur 33,3 Prozent (9/27).
🔥 In der Ischelandhalle fanden sich 3.027 Zuschauer ein.
🔥 Bei Phoenix setzten Marcus Graves (muskulären Blessur) und Adam Kunkel (Erkältung) aus.
Statistik
Phoenix Hagen
Anderson (2), Kraushaar (22/6 Dreier, 7 Assists), Polite (0), Bleck (4), Omuvwie (0), Polley (11/1), Uhlemann (7/1), Schultze (0), Krutwig (13, 9 Rebounds), Garino (4), Gibson (11/1)
RASTA Vechta
Clark (3/1), Franklin (15/1), Hemschemeier (0), Edler-Davis (14/2), Kuhse (24/2, 7 Assists), Herkenhoff (9/3), Trettin (4), Pleiß (11, 10 Rebounds), Sueing (2), Thiemann (0), Lanmüller (dnp)
Hoops For Kids
Auch in der Spielzeit 2026/2027 wird wieder genau auf die Punkteausbeute der Phoenix-Profis geschaut. Abermals wirft die Sparkasse an Volme und Ruhr pro erzieltem Zähler einen Euro in einen großen Spendentopf – diesmal unter dem Motto „Hoops For Kids“. Der so von Woche zu Woche größer werdende Betrag wird am Ende der Saison an die Jugendhilfe Selbecke ausgeschüttet.
Nach wettbewerbsübergreifend insgesamt neun absolvierten Partien befinden sich bereits 800,- Euro im Spendentopf.
So geht’s weiter…
06.11. | 20:00 Uhr
ALBA Berlin vs. Phoenix Hagen
8. Spieltag easyCredit BBL
13.11. | 20:00 Uhr
Phoenix Hagen vs. MHP RIESEN Ludwigsburg
9. Spieltag easyCredit BBL
Tickets für die Phoenix-Heimspiele sind an folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich:
🎟️ Onlineshop
🎟️ Fanstore (Mittelstr. 4)
🎟️ Thalia (Elberfelderstr. 31)
…sowie selbstverständlich am Spieltag selbst vor Ort an der Tageskasse.

