Phoenix geht ohne den zweifachen ProA-Meister in die easyCredit BBL / von Waaden: „Vor den besten Fans der Liga zu spielen war mir jedes Mal eine Ehre“ / Harris: „Beitrag zum Aufstieg von der Kabine bis auf die Tribüne spürbar“
Um einen Aufstieg in Angriff nehmen zu können, braucht es Leute, die verstehen und wissen, was es dafür braucht. Von Kurzeinsätzen bis hin zu drei erfolgreichen Dreiern in einem Spiel brachte Dominick von Waaden genau das mit nach Hagen. Sein Wert für die Meistermannschaft der ProA-Saison 2025/2026 lässt sich nicht in den 3,1 Punkten pro Partie ablesen, sondern vielmehr in der Art und Weise, wie sich das Momentum einer Partie veränderte, sobald der Flügel das Parkett betrat. Kein ins Aus springender Ball war ihm zu weit, kein Autogrammwunsch zu viel, keine Farbe des Regenbogens zu bunt – schon gar nicht für seine stetig wechselnden Frisuren.
Als feiner Charakter und aufgrund seines vorbildlichen Einsatzes wird Dominick auf ewig mit einer historischen Phoenix-Saison und der Stadt Hagen verbunden, vor allem aber am Ischeland immer ein gern willkommener Gast sein.
Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„Dominick ist jemand, den wir schweren Herzens verabschieden. Seine Leidenschaft und Energie waren ansteckend, sein Beitrag zum Aufstieg von der Kabine bis auf die Tribüne spürbar. Was er für uns bedeutet hat, geht über jede Statline hinaus. Die Art und Weise, wie er Menschen an sich gebunden und emotional mitgenommen hat, war für uns alle sehr inspirierend und von großem Wert.“
Dominick von Waaden:
„Ich bin sehr dankbar, dass ich Teil dieser historischen Saison sein durfte. Vor den besten Fans der Liga zu spielen war mir jedes Mal eine Ehre. Diese Playoffs, das Aufstiegsspiel und die Meisterschaft vor heimischer Kulisse werde ich für immer in Erinnerung behalten. Ich wünsche Hagen alles Gute in der ersten Liga und hoffe, dass auf unserem Erfolg aufgebaut werden kann.“
In eine Basketball-geprägte Familie hineingeboren, durchlief von Waaden zunächst das Bamberger/Breitengüßbacher Nachwuchsprogramm. Nach einem Abstecher in die USA schloss er sich 2018/2019 für sein erstes Zweitliga-Engagement den Herzögen aus Wolfenbüttel an.
Im Laufe der Jahre schärfte er sein spielerisches Profil als Schütze, was die versammelte ProA-Konkurrenz vor allem in seinen beiden Karlsruher Saisons zu spüren bekam. So verwandelte von Waaden während der Playoffs 2024 auf dem Weg zum Titel satte 57,7 Prozent seiner Dreierversuche.
Bei den Paderborn Baskets füllte er 2024/2025 wieder eine größere Rolle aus. Im Gegensatz zur Hauptrunde (6,0 Punkte, 33,8 Prozent Dreierquote) steigerte er sich während der Postseason nochmals deutlich (14,8 Punkte, 42,4 Prozent Dreierquote), womit er sich klar für eine Rückkehr in die ProA empfahl.
In der abgelaufenen Saison 2025/2026 eroberte von Waaden sich durch seine menschliche Art und seinen unbändigen Einsatz auf dem Feld in Windeseile die Herzen der Phoenix-Fans. Als von der Bank kommender Joker setzte er immer wieder genau die defensiven Akzente, die gleichermaßen Halle als auch Mitspieler mitrissen und auf dem Weg zum Aufstieg sowie Gewinn der ProA-Meisterschaft einen spürbaren Unterschied ausmachten..
Profil
| Name: | Dominick Jordan von Waaden |
| Geburtstag: | 08.09.1999 |
| Größe: | 1,95 m |
| Position: | Guard |
| Nationalität: | D |
Stationen
| 2007 – 2011 | TSV Tröster Breitengüßbach |
| 2011 – 2013 | TTL Bamberg |
| 2013 – 2014 | BG Regnitztal |
| 2014 – 2018 | John H. Pitman High School |
| 2018 – 2019 | MTV Herzöge Wolfenbüttel |
| 2019 – 2022 | SBB Baskets Wolmirstedt |
| 2022 – 2024 | PS Karlsruhe LIONS |
| 2024 – 2025 | Paderborn Baskets |
| 2025 – 2026 | Phoenix Hagen |
