Neue Bestwerte für Graves, Carroll und N’Guessan / Dominanz am Brett: Phoenix sichert sich 56 Rebounds / Harris: „Müssen das Heimspiel mit der gleichen Seriosität abgehen“
PS Karlsruhe LIONS – Phoenix Hagen 73 : 108
(22 : 33 | 20 : 24 | 9 : 29 | 22 : 22)
Stand „Best of five“-Serie:
(1.) Phoenix Hagen 2 – 0 Karlsruhe (8.)
Die rund 100 mit ins Badische gereisten Phoenix-Anhänger stimmten bereits Mitte des letzten Viertels ihre Gesänge an: „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n – verdammt war ich glücklich, verdammt bin ich frei.“ Raum für Interpretation der Darbietung war zweifelsfrei gegeben. Und konnte durchaus so ausgelegt werden, dass Hagen sich in der Europahalle frei machte von jeglichem Zweifel, der noch vom Besuch aus der regulären Saison vor einem Monat herrührte. Seinerzeit waren die „Feuervögel“ im Karlsruher Dreierhagel untergegangen, doch im zweiten Viertelfinalspiel traten die Schützlinge von Chris Harris deutlich wacher und einer Vehemenz in Brettnähe auf, die den Löwen früh den Zahn zog. So nutzte der Kanadier die klare Überlegenheit dazu, die Minuten ausgeglichen zu verteilen – wohlwissend, dass in einer Serie auch trotz eine vermeintlich klaren Führung nichts verziehen wird.
Stimmen zum Spiel
Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„Wir wussten, dass wie in Karlsruhe nur dann eine Chance haben würden, wenn wir mit kontinuierlich hoher Intensität spielen. Das ist uns über weite Strecken gelungen, vor allem beim Rebound – das war der Schlüssel. Durch die investierte Energie in der Verteidigung haben wir uns den nötigen Schwung erarbeitet, um offensiv einen guten Rhythmus aufzunehmen. Nun ist es weiterhin an uns, die kommende Aufgabe daheim mit der gleichen Seriosität anzugehen.“
Starting Five
0️⃣0️⃣ Marcus Graves
0️⃣2️⃣ Dennis Nawrocki
0️⃣4️⃣ Bjarne Kraushaar
1️⃣0️⃣ Fabian Bleck
2️⃣1️⃣ Tim Uhlemann
Das Spiel im Stenogramm
5:8, 4. | Er hat es schon wieder getan: Erst rettet Anzac Rissetto den Ball vor dem Aus, dann schweißt er aus der linken Ecke den Dreier ein.
16:23, 8. | Coach Chris Harris rotiert viel durch, nur Bjarne Kraushaar muss reichlich Minuten gehen. Der Aufbau liefert mit cleverem Playmaking und eigenen Drives das volle offensive Programm ab.
28:37, 13. | Defensiv zwingt Phoenix die Löwen konsequent auf die linke Seite, was den Offensivfluss der Hausherren hemmt und Demond Greene zu einer Auszeit zwingt.
33:41, 15. | Viel Druck auf beiden Seiten, dem Devin Schmidt entgeht, indem er sich im Rücken der Verteidigung davonstiehlt und den einfachen Korbleger einstreicht.
42:56, 19. | Karlsruhe ist seit Mitte des Viertels in Teamfouls, was Marcus Graves smart ausnutzt, um durch initiierte Kontakte kontinuierlich an die Linie zu kommen.
46:66, 25. | Die defensive Intensität ist zurück – Auszeit Karlsruhe.
49:76, 28. | Phoenix dominiert dank Marvin Omuvwie den Rebound und kurbelt damit einen 10:3-Run an.
58:88, 33. | Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste: Nach der badischen Dreier-Show in der regulären Saison nimmt hier (defensiv) niemand den Fuß vom Gas.
63:101, 37. | Die nächste Runde Donuts geht auf den fliegenden Holländer: Lucas N’Guessan knackt per Dunk die magische Hundert.
Gut zu wissen…
🔥 Mit elf Rebounds stellte Marcus Graves einen neuen persönlichen ProA-Bestwert auf.
🔥 Die von Jeffrey Carroll verteilten sieben Assists stellten für den Forward ebenfalls einen neuen persönlichen ProA-Bestwert dar.
🔥 Auch Lucas N’Guessan kam mit zehn Rebounds auf einen neuen persönlichen ProA-Bestwert.
🔥 Mit 56 Rebounds griffen sich die „Feuervögel“ die meisten Abpraller der laufenden Saison.
🔥 Schöne Überraschung: Unter den Zuschauern in der Europahalle befand sich auch Ivan Elliott, der 2015/2016 für Phoenix spielte.
Hoops For Unified
Auch in der Spielzeit 2025/2026 wird wieder genau auf die Punkteausbeute der Phoenix-Profis geschaut. Abermals wirft die Sparkasse an Volme und Ruhr pro erzieltem Zähler einen Euro in einen großen Spendentopf – diesmal unter dem Motto „Hoops For Unified“. Der so von Woche zu Woche größer werdende Betrag wird am Ende der Saison an die Kooperationsmannschaft des Phoenix/TSV Unified Hagen ausgeschüttet.
Nach wettbewerbsübergreifend insgesamt 37 absolvierten Partien befinden sich bereits 3.557,- Euro im Spendentopf.
Statistik
Phoenix Hagen
Graves (17/1 Dreier, 11 Rebounds 6 Assists), Nawrocki (10/3), Kraushaar (9, 5 Assists), Schmidt (13/2), Bleck (2), Omuvwie (10/2, 5 Rebounds), von Waaden (6/2), N’Guessan (16/1, 10 Rebounds), Uhlemann (6, 8 Rebounds), Carroll (11/1, 7 Rebounds, 7 Assists), Rissetto (8/1)
PS Karlsruhe LIONS
Olenyi (2), Hart (13), Williams (7/1), Kuku (3), Oba (7/1), Pisic (0), Binapfl (7/1), Albuș (5/1), Dawson (12/1), George (2), Ejah (15), Cohn (0)
So geht’s weiter…
Im Anschluss an das zweite Spiel der nach dem Modus „Best of five“ ausgetragenen Serie wechselt das Heimrecht wieder zurück an die Volme.
Spiel 3
🗓️ Dienstag, 12. Mai 2026
⏰ 19:30 Uhr
🆚 PS Karlsruhe LIONS
📍 Ischelandhalle
Tickets für die Partie sind an folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich:
🎟️ Onlineshop
🎟️ Thalia (Elberfelderstr. 31)
🎟️ im Fanstore (Mittelstr. 4)
…sowie selbstverständlich am Spieltag selbst vor Ort an der Tageskasse.
