Title: Phoenix verliert Viertelfinalauftakt gegen Kirchheim 78:83!
Author: Dominik Möller
Published: 3. Mai 2024

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# Phoenix verliert Viertelfinalauftakt gegen Kirchheim 78:83!

 Veröffentlicht am 3. Mai 20243. Mai 2024 von [Dominik Möller](https://www.phoenix-hagen.de/author/dominik-moeller/)

Alles war angerichtet. Es sollte ein großartiger Basketball-Abend in der Ischehölle
werden. Eine überragende Choreo der Tornados, die Bekanntgabe der Vertragsverlängerung
von Dennis Nawrocki. Und ein Gegner, der durchaus schlagbar gewesen wäre. Doch trotz
vieler Gänsehaut-Momente am Donnerstagabend, musste sich Phoenix Hagen zum Viertelfinalauftakt
der Playoffs der BARMER 2, Basketball Bundesliga ProA den Bozic Estriche Kirchheim
Knights am Ende knapp mit 78:83 geschlagen geben.

![Game End](https://www.phoenix-hagen.de/wp-content/uploads/sites/8364/2024/05/Game_End-
scaled.jpg)

Niederlagen in der Ischelandhalle haben für Phoenix Seltenheitswert. In der Hauptrunde
gab es nur zwei Teams, die die Punkte aus der Ische entführen konnten. Kirchheim
ist erst das dritte Team der laufenden Saison, dass Phoenix im Tollhaus an der Stadionstraße
bezwingen konnte.

Das Problem auf Hagener Seite fasste Nawrocki nach Spielschluss kurz und bündig 
zusammen: „Wir haben nicht das gespielt, was wir spielen können und wollen“, so 
der Kapitän, der den Feuervögeln auch in der kommenden Spielzeit erhalten bleiben
wird. Und Coach Chris Harris ergänzte: „Wir wollten zuviel. Der Druck war enorm.“

Beispiele für diesen Druck und das Zuvielwollen lieferte die Partie in regelmäßigen
Abständen. Die ersten Minuten waren nach den ersten Punkten des Spiels, die aufs
Konto von Capitano Nawrocki gingen, ging erstmal nicht mehr viel für die Hausherren.
Die Gäste aus Baden-Württemberg konterten mit einem 11:1-Lauf. Vor allem Michael
Miller war für die Knights im Tunnel. Neun seiner am Ende 28 Punkte, erzielte er
im ersten Viertel.

Erst im Schlussspurt kam Phoenix ein bisschen besser in Tritt und verkürzte den 
zwischenzeitlich schon zweistelligen Rückstand (6:17, 7.) wieder. Im zweiten Viertel
waren die Hagener dann da. Sie starteten mit viel Energie und trugen das Defizit
nach und nach ab. Siler Schneider glich die Partie erst aus, wurde bei seinem Korbleger
gefoult und verwandelte auch den Bonus-Freiwurf (22:21, 13.). Und Naz Bohannon, 
der ein Double-Double auflegte, legte nach.

![Bohannon Statsheetstuffer](https://www.phoenix-hagen.de/wp-content/uploads/sites/
8364/2024/05/Bohannon_Statsheetstuffer-scaled.jpg)

Aber Kirchheim wollte sich nicht abhängen und auch von der Atmosphäre nicht einschüchtern
lassen. Bis zum Endspurt der ersten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch. 
In der ersten Halbzeit wechselte die Führung sechs Mal! Das zweite Viertel machte
den Fans Lust auf mehr. Wohlwissend, dass die dritten Viertel der jüngeren Vergangenheit
immer irgendwie überragend waren. Doch: die Vorfreude erhielt einen empfindlichen
Dämpfer. Das dritte Viertel war im ersten Viertelfinale das wahrscheinlich schwächste
Viertel der jüngeren Vergangenheit. Und das nutzte Kirchheim eiskalt aus.

Mit 30:13 hielten sie die Hausherren auf Distanz, Weder von Downtown, noch an der
Freiwurflinie klickte es am Donnerstagabend bei den Hagenern. Die Quoten: überschaubar.
Nur fünf von 18 Dreiern fanden ihr Ziel (28 Prozent). Und nur die Hälfte aller Freiwürfe(
13/26). 14 Punkte galt es, im Schlussabschnitt aufzuholen. Spoiler: Diese Hypothek
war am Ende zu hoch. Aber: Phoenix kämpfte. Leidenschaftlich. Und brachte sich sogar
nochmal in Schlagdistanz. „Die Moral der Jungs war einwandfrei, die Jungs haben 
gekämpft, konnten sich für ihren Kampf aber nicht belohnen“, sagt Chris Harris nach
dem Spiel.

## „Für die Serie bedeutet das gar nichts“

Und auch sein Gegenüber, Igor Perovic, konnte sich zwar über den Sieg seiner Mannschaft
freuen, sagte aber auch: „Es ist gut, in Hagen gewonnen zu haben. Für die Serie 
bedeutet das aber noch gar nichts, Wir haben durchaus davon profitiert, dass Lennart
Boner nicht dabei war. Und trotzdem hat uns Hagen das Leben zwischendurch sehr schwer
gemacht.“

Bereits am Sonntag wird die Best-Of-Five-Serie fortgesetzt. Um 17 Uhr treten die
Feuervögel dann in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim unter Teck an. Auch in
Kirchheim wird es den Support der eigenen Anhänger geben. Und die Stimmung vor Spiel
zwei: Jetzt erst recht! Denn das Motto des Fanclubs Tornados während der beeindruckenden
Choreographie vor Spielbeginn: „Der große Preis von Hagen. Phoenix rast zur Meisterschaft!“

Bitter ist am Ende nur die Erkenntnis: Mit einer soliden Freiwurfquote wäre der 
erste Sieg wahrscheinlich an Hagen gegangen. „Es ist uns nicht gelungen, die starken
Scorer von Kirchheim in den Griff zu kriegen. Aber mit ein paar kleinen Adjustments
werden die Karten am Sonntag neu gemischt“, sagte Dennis Nawrocki nach dem Spiel.

**Stats**
**Phoenix Hagen – Bozic Estriche Kirchheim Knights 78:83 (14:21, 29:19,
13:30, 22:13)**

**Phoenix:** Dennis Nawrocki (12/2 Dreier), Siler Schneider (19/1), Bjarne Kraushaar(
7, 7 Rebounds), Nino Vrencken (DNP), Devonte McCall (13), Jamel McAllister (5), 
Vincent Neugebauer (4), Tim Uhlemann (2), Naz Bohannon (10, 10 Rebounds), Kristofer
Krause (6/2).  

**Bozic Estriche Kirchheim Knights:** Demetrius Ward (5/1), Michael Flowers (22/
3), Antonio Dorn (2), Jonas Niedermanner (3), Nil Clavera Failenschmid, Michael 
Miller (28/1), Ryan Muszynski (15/1, 8 Rebounds), Aleksa Bulajic (1), Aitor Pickett(
7).

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[Phoenix gleicht aus und holt sich Heimrecht zurück!](https://www.phoenix-hagen.de/phoenix-gleicht-aus-und-holt-sich-heimrecht-zurueck/)