Grenzenloser Jubel nach dem Buzzer Beater von Zach Haney (r.). Foto: J. Laube

Zach Haney lässt Phoenix mit dem Buzzer jubeln!

Phoenix Hagen – Eisbären Bremerhaven 93:91 (17:22, 26:19, 25:22, 25:28)

Auch ohne Böller ließen es die Feuervögel zum Jahresausklang krachen! Nach 40 umkämpften Minuten war es der Buzzer Beater von Zachary Haney, der Phoenix Hagen jubeln ließ und den zweiten Sieg in Folge sicherstellte. Nach dem dritten Saisonerfolg finden sich die Volmestädter damit auf Rang 11 der ProA-Tabelle wieder, während die Eisbären vorerst auf den dritten Rang abrutschten.

Das erste Viertel begannen die Feuervögel furios. Dank starker Defense und einer aggressiven Reboundarbeit, mit der sich vor allem Zachary Haney immer wieder die Kugel schnappte (9 Rebounds in der 1. Halbzeit), ließen die Gastgeber ihren Gegner nicht ins Spiel kommen. Drei ganze Minuten hielt Phoenix die ambitionierten Bremerhavener auf null Punkte, ehe Eisbären-Captain Maximilian Ugrai die ersten Punkte für sein Team erzielte (7:2).

Es folgte ein offener Schlagabtausch. Die Führungen wechselten minütlich und selbst die längsten Runs konnten vom jeweils anderen Team schnell wieder ausgeglichen werden. Dabei fanden die vor dem Spiel favorisierten Gäste vor allem gegen die Zonen-Verteidigung der Hagener nur selten ein Mittel, allerdings haderten die Eisbären auch mit ihrer Wurfquote, die zur Halbzeit bei nur 42 Prozent lag.

Die zweite Hälfte begann für die Feuervögel so, wie die erste aufgehört hatte. Ein gutes und variables Zusammenspiel in der Offense, dazu eine konzentrierte Teamleistung in der Defense – spätestens nach einem 9:0-Lauf der Gastgeber zum 68:63 (30.) war klar, dass heute auch gegen Eisbären alles möglich ist! Und als Dominik Spohr 1:19 Minuten vor Schluss per Dreier zum 89:81 einnetzte, war die Sensation auch schon zum Greifen nah – bis die Feuervögel noch einmal Angst vor der eigenen Courage bekamen und unnötige Ballverluste produzierten.

Bremerhaven witterte Morgenluft und glich per wildem Dreier von Curtis Lee Davis III zwei Sekunden vor Schluss sogar noch aus (91:91). Das Play, das Phoenix-Headcoach Chris Harris dann aber in der Auszeit ansagte, erwies sich als goldrichtig: Jermaine Bishop fand Kyron Cartwright, der den völlig freistehenden Zachary Haney unterm Korb fand. Mit dem Buzzer fiel der Ball durch die Reuse – und für Haney und das Team gab´s kein Halten mehr!

Phoenix-Headcoach Chris Harris zum Buzzerbeater von Zach Haney: „Für so einen Wurf spielst du dieses Spiel! Natürlich hätten wir das Spiel schon vorher entscheiden müssen. Aber diese letzte Situation haben wir in der letzten Woche knapp 20-mal geübt. Deshalb war für mich auch nicht überraschend, dass wir punkten, sondern eher wie wir es getan haben. Dass Kyron da diese Ruhe behält und Zach so frei ist – das kommt nicht oft vor. Jetzt stelle man sich vor, die Fans wären hier: Das wäre sicherlich eine sehr wilde Party gewesen!“

Phoenix-Teamcaptain Dominik: „Wir glauben an uns und wissen, dass wir auch gegen so einen vermeintlich stärken Gegner gewinnen können. Aber Grundvoraussetzung ist bei solchen Spielen immer, dass die Energie und die Intensität stimmen. Das hat man bei uns früh gemerkt. Es war vielleicht am Anfang kein sonderlich schönes Spiel, weil es von der Defense geprägt war. Aber was mir heute besonders gut gefallen hat, war die Variabilität in der Offense. Fünf Leute, die zweistellig gepunktet haben – das macht´s schwierig für den Gegner.“

Scoring Phoenix Hagen: Jermaine Bishop 20, Cameron Delaney 13, Kyron Cartwright 10, Paul Giese, Emil Loch DNP, Zachary Haney 4, Daniel Zdravevski 7, Jannik Lodders, Dominik Spohr 19, Joel Aminu 20

Die kompletten Stats gibt´s hier.

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