Fly High! Karrington Ward flog ein ums andere Mal durch die Krollmann Arena und war am Ende auch noch Topscorer des Abends. Foto: J. Laube

Revanche gelungen! Feuervögel zähmen die Tigers

Phoenix Hagen – Tigers Tübingen 91:65 (24:16, 23:20, 22:16, 22:13) / Neuzugang Ward mit 22 Punkten Topscorer des Abends

Ziel erreicht: Die Feuervögel wollten am Ende als Gesamtsieger aus den Partien gegen Tübingen hervorgehen – und das ist ihnen dank eines deutlichen 91:65-Siegs am Mittwochabend gelungen. Nach der 95:100-Niederlage am Sonntag geht somit auch der direkte Vergleich an die Volmestädter.

Mit jeder Menge Wut im Bauch legten die Hagener los wie die Feuerwehr – damit glich das Spiel in eigener Halle zunächst der Partie am Sonntag, als Phoenix ebenfalls ein starkes 1. Viertel zeigte. Doch anders als drei Tage zuvor riefen die Gastgeber diesmal eine konstant starke Leistung ab. Wenn die ersten zehn Minuten teilweise auch sehr zerfahren auf beiden Seiten waren, so war die bewegliche Defense und geduldige Offense doch der Schlüssel zur 24:16-Führung nach dem ersten Abschnitt.

Und dann schlug die Stunde des Karrington Ward! Der Phoenix-Neuzugang ist spätestens jetzt in jeder Beziehung „angekommen“ und zeigte das mit einer Traumquote und physischer Präsenz an beiden Enden des Spielfelds: 13 Punkte erzielte die Nummer 28 der Hagener allein im zweiten Abschnitt, neun sollten später noch dazukommen, sodass Ward mit 22 Zählern am Ende Topscorer des Abends war. Phoenix zeigte dabei insgesamt eine erneut gute Trefferquote aus der Distanz (50 % 3er zur Halbzeit), während der Korb für die Gäste wie vernagelt war. Lediglich 39 Prozent aller Würfe fanden ihr Ziel, was zusätzlich zu den zwölf Ballverlusten, die man sich in der ersten Halbzeit erlaubte, Phoenix in die Karten spielte.

Die Gastgeber konnten – angetrieben von Karrington Ward – immer weiter davonziehen und hielten die Konzentration auch in der zweiten Hälfte aufrecht. Diese war den Feuervögeln am Sonntag noch abhandengekommen – jetzt wollten sie´s aber wissen und die Vorgabe ihres Coaches erfüllen: Chris Harris hatte schließlich nicht nur den Sieg gefordert, sondern auch den direkten Vergleich für sich entscheiden wollen.

Und sein Team tat alles, um dieses Ziel zu erreichen, und ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als Jannik Lodders nach seinem zweiten unsportlichen Foul die Halle verlassen musste (25. Minute). Vor allem in der Defense blieben die Volmestädter eine Bank, verschoben die Zonen-Defense schnell und halfen aus, wenn es nötig war. Und wie es im Basketball so ist: Die Offensive funktioniert dann (fast) automatisch. Zumal die Feuervögel sich immer wieder durch Steals (11) schnelle Fast-Break-Punkte ermöglichten, die vor allem in der 27. Und 29. Minute sehenswert waren.

Hauptdarsteller beide Male: Karrington Ward, der erst ein Alley-Oop-Anspiel von Kyron Cartwright krachend versenkte und danach eine Air-Jordan-Reminiszenz folgen ließ. Die 69:52-Führung nach dem dritten Viertel ließen sich die Gastgeber nicht mehr nehmen. Hagen spielte jetzt geduldig und machte spätestens nach starken Aktionen von Joel Aminu und Marcel Keßen in der 36. Minute den Deckel drauf (79:62) - und feierte letztlich den sechsten Sieg der Saison.

Am Samstag soll in eigener Halle dann der siebte folgen: Dann sind um 19 Uhr die PS Karlsruhe LIONS in der Krollmann Arena zu Gast.

Phoenix-Headcoach Chris Harris: „Das war ein gutes Spiel, weil das Team das umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollten heute in der Defense gnadenlos switchen, um nicht wieder zu spät in die Pick´n Roll-Defense zu kommen wie am Sonntag – und das hat geklappt. Dass wir außerdem deutlich häufiger Zonen-Verteidigung gespielt haben, war sicher auch etwas, mit dem Tübingen heute nicht so gut klarkam. Die schwache Wurfquote der Tigers war sicher auch ein Ergebnis der guten Defense.“

Scoring Phoenix Hagen: Bishop (11), Cartwright (18), Iloanya, Giese (3), Keßen (19), Loch, Zdravevski (2), Lodders (3), Aminu (11), Ward (22), Baumann (2)

Hier gibt´s die kompletten Stats zum Spiel.

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