Phoenix unterliegt den Tigers nach Overtime 86:90

Der zweite Streich des Doppelspieltages wäre beinahe gelungen. Am 29. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA musste sich Phoenix Hagen den Tigers Tübingen nach Overtime 86:90 geschlagen geben. Vor allem die erste Spielhälfte hatten die Hagener dominiert und die Ausfälle von Aminu und Pechacek gut kompensieren können. Doch die Hausherren rollten das Feld von hinten auf und zwangen die Hagener beim 75:75 in die Overtime.

Jonas Grof eröffnete am Sonntagnachmittag mit einem Korbleger und Octeus legte schnell zum 4:0 nach. Die Hausherren meldeten sich erst nach über zwei Minuten punktetechnisch durch Philip Neumann zum 4:2, das bestrafte Kapitän Spohr aber gleich mit zwei schnellen Dreiern. Bis zur Viertelhälfte bauten die Feuervögel dank einer 100 prozentigen Dreierquote die Führung sogar bis zum 18:5 aus. Die Tübinger konnten sich daraufhin, angeführt von einem sehr gut aufgelegten Besnik Bekteshi, aber wieder etwas herankämpfen und den Rückstand bis Viertelende bis auf 23:18 minimieren.

Der an diesem Nachmittag früh eingewechselte Daniel Zdravevski versenkte früh seinen ersten ProA-Dreier für Phoenix Hagen zum 28:21 und Jannik Lodders konnte im Anschluss im Alleingang die Führung wieder zweistellig machen. Die Tübinger taten sich im Gegensatz zu den Hagenern von außen schwer und so hielt man die Hausherren über weite Strecken des zweiten Viertels auf komfortablem Rückstand. Hagen bewies sich wie bereits gegen Trier durch eine geschlossene Teamleistung, schon früh hatten alle mitgereisten Spieler Punkte auf dem Konto. Defensiv wirkte in dieser Spielphase die Zonenverteidigung der Feuervögel und so ging man mit einem 44:36-Vorsprung in die Pause.

Und der Lauf sollte durch die Unterbrechung nicht beendet sein. Baumanns Dunk zum 48:39 wurde von den mitgereisten Phoenix-Fans bejubelt und Niklas Geske setzte sich gleich drauf unter dem Korb gegen Tübingens Big Man Neumann durch. Für die Hausherren waren lange nur Jonathan Jordans Dreier zielführend und auch bei den Hagenern kam die Offensive ins Stocken. Über drei Minuten fiel kein Feldkorb mehr und Fehler auf beiden Seiten häuften sich. Enosch Wolf und Jonas Grof beendeten die Ebbe und die Tübinger begannen knapp zwei Minuten vor Viertelende einen Lauf, den Coach Harris mit einem Timeout kurzfristig stoppte. Doch die Hausherren blieben dran und kämpften sich bis auf 55:52 heran.

Und sie machten viertelübergreifend genauso weiter und drehten ordentlich auf. Leufroy rettete die Situation kurzfristig mit einem Dreier, doch nach knapp drei Minuten glich Baldwin, ebenfalls per Dreier, zum 60:60 aus. Die erste Tübinger Führung des Abends ließ auch nicht mehr lange auf sich warten, Sven Stammberger stellte das 64:62 per Korbleger her. Jannik Lodders konnte aber wiederum ausgleichen und Dominik Spohr mit drei verwandelten Freiwürfen kurzfristig wieder die Führung erobern. Die Crunchtime hätte knapper und spannender kaum sein können: Zwar verließ die Hagener das Wurfglück hinter der Dreierlinie, dafür verwandelte Javon Baumann ganz wichtige Punkte und stellte zum 75:72 53 Sekunden vor Schluss eine ganz wichtige Führung her, die Baldwin mit dem And-One aber zerstörte. Ein Dreierversuch von Dominik Spohr blieb erfolglos und so ging es beim 75:75 in die Overtime.

Tübingen zeigte sich nun entschlossen und aggressiv und auch die Hagener warfen alles in die Waagschale. So blieb die Verlängerung erwartet knapp und kein Team konnte sich bedeutend absetzen. Letztlich waren es zwei starke Dreier von Tübingen Bekteshi, die die Luft für Phoenix Hagen dünn werden ließ. Die Hagener fanden zwar immer wieder eine Antwort, vier verwandelte Freiwürfe von Tübingens Topscorern Jordan und Bekteshi besiegelten aber die bittere 86:90-Niederlage der Feuervögel.

Phoenix Hagen Headcoach Chris Harris: "Es war sicherlich keine leichte Aufgabe in Tübingen zu gewinnen. Trotzdem war es eine unnötige Niederlage. Wir hatten gute Chancen auf den Sieg, sind aber ab dem dritten Viertel zu unkonzentriert mit dem Ball umgegangen und haben zu viele Ballverluste produziert. Mit 20 Turnovern müsste schon alles andere zu 100 % passen, um ein Spiel zu gewinnen. Wir gehen aktuell ziemlich auf dem Zahnfleisch, heute aber wir aber nichtsdestotrotz eine wichtige Chance liegen gelassen."

Phoenix Hagen: Octeus (10), Gilmore (4), Leufroy (13), Geske (12), Zdravevski (3), Lodders (4), Spohr (14), Grof (12), Baumann (14).

Tigers Tübingen: Smith Jr. (2), Jordan (24), Strings (2), Baldwin (17), Bekteshi (23), Wolf (2), Davis, Graham, Neumann (12), Nyama, Stammberger (8).

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