Alle Ansprache im Spiel gegen Kirchheim hat nicht gefruchtet. Jetzt steht aber der nächste "dicke Brocken" für die Feuervögel auf dem Programm. Foto: Tanja Spindler

Nächster Gegner Jena: Team mit BBL-Ambitionen

Der nächste Aufstiegsaspirant kommt in die Krollmann Arena. Am Samstag empfängt Phoenix um 19 Uhr Science City Jena.

Geisterspiele in der Krollmann Arena sind immer ein trauriges Erlebnis – fehlt doch der Funke von den Rängen, der die Feuervögel so manches Mal zu Höchstleistungen angetrieben hat. Und nicht zuletzt der Buzzerbeater von Zach Haney zum 83:81 gegen den Aufstiegsaspiranten Eisbären Bremerhaven zeigte, was in dieser Zeit fehlt: Die Atmosphäre der „Ische“, die zweifellos Kopf gestanden hätte.

Leider werden die Hagener weiterhin auf ihre Fans in der Halle verzichten müssen – auch am Samstag, wenn der nächste große Favorit für den Aufstieg in der Volmestadt zu Gast ist. Um 19 Uhr geht’s für das Harris-Team gegen Science City Jena, ein Team, das am liebsten schon in dieser Saison längst wieder BBL-Luft geschnuppert hätte. Doch die Nachverpflichtungen in der vergangenen Spielzeit brachten nicht den erhofften Erfolg: Der Saisonabbruch verhinderte die Chance, doch noch an Chemnitz oder Bremerhaven vorbeizuziehen und doch noch ein sportliches Teilnahmerecht für die BBL zu erwerben.

So nimmt die Truppe des ehemaligen Bundestrainers Frank Menz einen erneuten Anlauf – und kann dabei auf erfahrenes Personal setzen, das in dieser Saison kaum eine Blöße zeigte. Die beiden bislang einzigen Niederlagen in Paderborn (86:94) und zuhause gegen Trier (70:75) können als Ausrutscher gewertet werden, pflügen sich die Thüringer ansonsten doch souverän durch die Saison. Besonders eindrucksvoll: die Siege gegen Leverkusen und Rostock, bei denen man gegen direkte Konkurrenten um die vorderen Plätze den Anspruch untermauert hat, ein Wörtchen mitreden zu wollen, wenn es um den Aufstieg geht.

Dabei einen Spieler besonders hervorzuheben, würde der Kadertiefe der Jenaer nicht gerecht werden. Gleich sechs Spieler liegen beim Punktedurchschnitt im zweistelligen Bereich, wobei Big Man Robin Lodders, Bruder des Feuervogels Jannik, aber ganz vorne dabei und mit 14,2 Punkten Topscorer bei Science City ist. Gemeinsam mit Julius Wolf (13,1 Pkt.) repräsentiert Robin Lodders einen spektakulären Frontcourt, der nur mit einer starken defensiven Teamleistung in Zaum gehalten werden kann. Zumal Hagens Zach Haney erneut als einziger „echter“ Center auflaufen wird, da Javon Baumann weiterhin ausfällt.

Einen schweren Verlust müssen die Gäste allerdings auf der Guard-Position beklagen: Teamcaptain Dennis Nawrocki zog sich beim 107:79-Blowout-Sieg gegen Ehingen eine Fraktur in der linken Hand zu und wird seiner Mannschaft für mindestens sechs Wochen fehlen. Allerdings können die Saalestädter diesen Ausfall durchaus auffangen, zeigen etwa die Neuzugänge Kasey Hill oder Marcus Tyus regelmäßig als Vorlagengeber und Scorer ihr Können. Und: Mit Demarcus Holland steht ein weiterer Spieler mit BBL-Erfahrung im Kader von Science City, der nicht nur Punkte sammelt, sondern immer wieder als auch als reboundstarker Guard in Erscheinung tritt.

Und so wartet am Samstag keine leichte Aufgabe auf die Feuervögel, die jedoch mit der Partie gegen Jena ihren anstrengenden 3- bzw. 4-Tage-Spielrhythmus vorerst beenden dürfen. Erst am darauf folgenden Samstag steht das nächste Auswärtsspiel in Trier an.

Headcoach Chris Harris: „Jetzt steht für uns das fünfte Spiel in 13 Tagen für uns an. Das wäre auch für jede Erstligamannschaft, die über einen weitaus größeren Staff verfügt als wir, eine echte Herausforderung. Wir wollen nicht jammern, müssen und wollen dadurch. Dennoch haben die Jungs einige kleine Blessuren und sind alles andere als im optimalen Fitnesszustand. Trotzdem: Obwohl wir zuletzt die Siegeschance gegen Kirchheim verschenkt haben, sind wir jetzt optimistisch, gegen Jena ein gutes Spiel abliefern zu können. Dazu braucht es aber alle Mann, denn Jena hat spätestens seit den Neuverpflichtungen zum Jahresende 2020 einen der besten Kader der Liga.“

Das Spiel gegen Science City Jena wird am am Samstag, 9. Januar, ab 19 Uhr wieder live auf Sportdeutschland.TV übertragen.

Kader Phoenix Hagen vs. Science City Jena: Jermaine Bishop, Cameron Delaney, Kyron Cartwright, Paul Giese, Emil Loch, Zachary Haney, Daniel Zdravevski, Jannik Lodders, Dominik Spohr, Joel Aminu

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