Auch das Spiel gegen Schwenningen fand vor leeren Zuschauerrängen statt. Foto: Jörg Laube

Kraftlose Feuervögel unterliegen Schwenningen deutlich

Phoenix Hagen – wiha Panthers Schwenningen 54:84 (9:25, 17:13, 18:15, 10:31) Es war das dritte Spiel nach der Quarantäne-Pause – und das zweite, aus dem die Feuervögel mit einer deutlichen Niederlage gingen.

Es war ein Spiel, das mit einem völlig misslungenen 1. Viertel begann: Zwar gehörten die ersten drei Zähler dank eines 3ers von Cameron Delaney den Hagenern, doch das war bis zur 7. Minute (!) auch der letzte Treffer, den die Gastgeber bejubeln durften. Was folgte, war eine 20:0-Serie der Gäste, die nicht nur in Person des agilen Shaun Willets (Topscorer mit 23 Punkten) aus der Transition oder dem konzentriertem Set-Play trafen. Denn auch Jonas Niedermanner, der vor der Saison aus Hanau zu den Panthers stieß, machte eine starke Partie und gab dem Spiel der Schwenninger unterm Korb Durchschlagskraft.

Die ließ Phoenix leider viel zu lange vermissen, sodass man mit einem deutlichen 9:25-Rückstand ins zweite Viertel starten musste. Plötzlich waren die Gastgeber aber wach, standen endlich auch in der Defense sicher und provozierten die Panthers zum einen oder anderen Turn-Over.

Als Team gelang es den Feuervögeln, Stück für Stück heranzukommen und nicht nur das zweite Viertel für sich zu entscheiden, sondern in der 24. Minute sogar auf Tuchfühlung mit den vermeintlich enteilten Schwenningern zu kommen. Joel Aminu gelang erst der Steal und dann der sichere Korbleger zum 36:40 – und plötzlich schien alles möglich zu sein.

Auf Tuchfühlung in Minute 24

Doch anstatt die zahlreichen Chancen zu nutzen, die sich in der Folge ergaben, blieb Phoenix die folgenden dreieinhalb Minuten ohne Punkt, während Schwenningen auch nicht glänzte, aber seine wenigen Chancen nutzte. Dennoch durften die Phoenix-Fans beim 44:53 zum Ende des dritten Viertels noch guter Hoffnung sein – die allerdings durch ein völlig verkorkstes Schlussviertel zunichtegemacht wurde. Schwenningen gelang alles, Hagen nichts mehr.

Unkonzentriertheiten in der Offense führten zu leichten Fast-Break-Punkten der Gäste, die den Feuervögeln ein ums andere Mal enteilten. Und so stand am Ende eine unnötig hohe Niederlage, nach der sich Phoenix-Headcoach Chris Harris selbstkritisch äußerte: „Wir wollten eine besondere Zonen-Defense spielen, um Willet nach dem Aufposten aus dem Spiel zu nehmen. Das war leider ineffektiv, weil auch zu wenig kommuniziert wurde. Dieser taktische Fehler geht aber auf meine Kappe.“

Dass der Turnaround beim Stand von 36:40 nicht gelang, sieht Harris in der besonderen Situation begründet, in der sich sein Team immer noch befindet. „Es gibt kein anderes Team in dieser Liga, das vier von fünf Wochen direkt von Corona betroffen war. Und dann spielen wir gegen eine Mannschaft wie Schwenningen, die seit Anfang August konsequent durchtrainiert hat. Im Prinzip befinden wir uns fitnesstechnisch auf Pre-Season-Niveau. Die Fehler, die im vierten Viertel passiert sind, sind natürlich eine Katastrophe. Die liegen aber viel mehr in der mangelnden Kondition und Konzentration begründet als in mangelndem Können oder der Taktik. Aber wir müssen jetzt gemeinsam weiter nach vorne zu schauen und aus dieser Phase herauszukommen.“

An die Mentalität des Teams appelliert auch Kapitän Javon Baumann nach dem Spiel: „Wir haben Schwenningen am Anfang leider nicht daran gehindert, schnelle Punkte zu machen. Als wir dann wieder herangekommen sind, haben uns einige Dreier wehgetan. Und am Ende hat uns leider die Kraft gefehlt, um Schwenningen an einfachen Punkten zu hindern. Da haben wir auch viele Unkonzentriertheiten gezeigt, die am Ende zu einer viel zu hohen Niederlage geführt haben. Dass wir jetzt zum zweiten Mal zu Hause mit 30 Punkten verloren haben, tut schon weh. Aber wir müssen jetzt nach vorne schauen und an uns arbeiten. Wenn wir als Team mit positiver Mentalität auftreten, habe ich keinen Zweifel daran, dass wir in den nächsten Spielen besser performen.“

Schon am Dienstag, 15. Dezember, geht es für Phoenix weiter: Um 19.30 Uhr treffen die Feuervögel auswärts auf die PS Karlsruhe Lions.

Scoring Phoenix Hagen: Jermaine Bishop 7, Cameron Delaney 9, Kyron Cartwright 7, Paul Giese, Emil Loch, Zachary Haney 7, Daniel Zdravevski, Jannik Lodders 3, Dominik Spohr 11, Joel Aminu 8, Javon Baumann 2 Quelle: Barmer 2. Basketball Bundesliga

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