Derbysieg befördert die Feuervögel auf Playoff-Plätze

Das Westfalenderby zwischen Phoenix Hagen und den Uni Baskets Paderborn hat in allen Belangen gehalten, was es versprochen hat. Eine gut besuchte Krollmann Arena, großartige Stimmung und ein bis zum Schluss spannendes Spiel, in dem beide Teams alles in die Waagschale geworfen haben, endete letztlich 77:74 (45:36) für die Feuervögel. Damit rückt Phoenix Hagen auf Tabellenplatz acht vor und somit auf die Playoff-Plätze.

Jon Octeus eröffnete das Spiel vor 2617 Zuschauern nach einem Foul von Thomas Reuther zum 2:0 an der Freiwurflinie und gab kurz drauf Javon Baumann den Assist zum 4:0-Dunk. Nach zwei Minuten meldeten sich dann aber auch die Gäste in Person von Kendale McCullum zum Dienst. Gleich viermal in Folge fand daraufhin Martin Seiferth den Weg zum Korb und holte die Führung für die Gäste zum 10:11, bevor Chris Harris mit dem ersten Timeout zwar das Spiel unterbrach, aber nicht Seiferths Lauf. Gemeinsam mit den gefährlichen Dreierschützen der Paderborner machte das eine gefährliche Mischung, die Phoenix Hagen gefährlich wurde. Nach dem ersten Viertel stand dennoch eine hauchdünne 24:23-Führung auf der Anzeigetafel.

Diese erhöhte Jonas Grof per Dreier schnell zum 27:23 und Pechacek stand unter dem Brett nun auch noch Michael Gilmore zur Seite. Die Hagener Verteidigung präsentierte sich jetzt deutlich besser und während man den Paderbornern in knapp drei Minuten keinen Korb erlaubte, erhöhte Gilmore zum 31:23 – Timeout Uni Baskets. Und die Ansage von Coach Esterkamp zeigte Wirkung, die Paderborner Körbe fielen wieder, wenngleich die Hagener starken Willen zeigten und trotz kleiner Patzer die Führung aufrecht erhalten konnten und sie durch Joel Aminu 50 Sekunden vor dem Pausenpfiff sogar wieder zweistellig machten (45:34).

Die zweite Halbzeit sollte nun genau andersherum beginnen als das zweite Viertel: Minutenlang blieb der Korb für die Feuervögel versiegelt, wenn die Würfe den Ring überhaupt trafen. Für die Gäste verkürzten Trapp und Reuter (45:41), bevor Pechacek nach fast dreieinhalb Minuten per Korbleger auch für Phoenix-Punkte sorgte. Doch das dritte Viertel blieb zäh und weder die Gäste noch die Hausherren lieferten über weite Strecken offensiv ab. Octeus und Pechacek machten den Hagener Vorsprung zum 53:43 wieder etwas komfortabler und nach einem starken Schlussspurt konnten die Feuervögel mit einem 58:47-Vorsprung ins vierte Viertel starten.

Die Paderborner lieferten schnelle Punkte von außen und machten direkt Boden gut. Davon ließen sich die Feuervögel aber nicht beeindrucken und hielten ihren Vorsprung bis zur Viertelhälfte aufrecht. Doch dann verkürzte Daniel Mixich durch einen Dreier mit Foul auf 66:59 und Chris Harris rief sein Team zusammen, um zu verhindern, dass das Momentum endgültig auf Paderborner Seite umschlagen konnte. Als Grant Benzinger es zum 66:63 erstmals im ganzen Spielverlauf richtig knapp machte, verschaffte ein Dreier von Kyle Leufroy den Feuervögeln zum 69:63 noch einmal Luft, doch McCullum legte wieder nach und nach einem unglücklichen Phoenix-Turnover war die Gästeführung durch Martin Seiferth 69:67 zum Greifen nah. Ein Dreier von Dominik Spohr und ein weiterer von Niklas Geske, der mit 15 Punkten gemeinsam mit Pechacek zum Topscorer wurde, legten aber den Grundstein für 77:74-Derbysieg, den Spohr letztlich an der Freiwurflinie besiegelte.

Chris Harris: „Paderborn war sehr gut eingetaktet und es war ein mieses Stück Arbeit heute. Stevens Team hat die Räume eng gemacht, immer wieder gepunktet und uns vor allem in der Crunchtime mit zwei Korblegern das Leben schwer gemacht. Umso glücklicher bin ich, dass wir das heute für uns entscheiden konnten. In anderen Spielen waren wir in wichtigen Phasen zittrig und heute haben die Jungs es einfach durchgezogen. Das heißt für mich, dass wir Charakter entwickeln und einen guten Job machen. Doch ich muss noch einmal ein Kompliment an Paderborn und Steven Esterkamp aussprechen. In den nächsten Spielen müssen wir zusammenhalten und die Jungs, die gesund sind, müssen liefern. Ich hoffe, dass Joel nicht ausfällt, Jannik wird uns nächstes Wochenende definitiv noch fehlen.“

Phoenix Hagen: Octeus (8), Gilmore (6), Leufroy (8), Geske (15), Aminu (8), Spohr (12), Grof (3), Pechacek (15), Baumann (2).

Uni Baskets Paderborn: Trapp (6), Mixich (6), McCullum (24), Seiferth (12), Logan (7), Buntic (2), Reuter (3), Benzinger (5), Ward (9).

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