Der erste Heimsieg des Jahres gelingt gegen Kirchheim

Es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert. Der erste Heimsieg des Jahres 2019 schien nie kommen zu wollen – bis zum 23. November. Phoenix Hagen gewinnt am 12. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga 103:70 (51:37) gegen die VfL Kirchheim Knights und lässt den Heimfluch endlich hinter sich. Eine bärenstarke Teamleistung und nicht zuletzt Dominik Spohr, der an diesem Abend wieder in seine Form fand und 5 seiner 6 Dreier versenkte, schenkten Fans, Verantwortlichen und dem Team den befreienden Sieg.

Chris Harris schickte zunächst Jonathan Octeus, Kyle Leufroy, Jannik Lodders, Dominik Spohr und Javon Baumann aufs Feld. Kirchheims Headcoach Mauricio Parra setzte auf seine Starting Five bestehend aus McCloud, Hahn, Graf, Koch und Kronhardt.

Den Abend eröffnete Javon Baumann für Hagen, der nach einem Fehlversuch seinen eigenen Offensiv-Rebound gegen Andreas Kronhardt holte und sein Team zum 2:0 in Führung brachte. Nach knapp zwei Minuten fielen dann auch die ersten Gäste-Punkte, Kronhardt antwortete gegen Baumann zum 4:2. Ihrem Ruf der starken Defensive machten die Knights zunächst alle Ehre, bis sich Kapitän Spohr – endlich wieder per Dreier – zum Dienst meldete. Zum 13:14 konnte der eingewechselte Till Pape Kirchheim kurz in Führung bringen und den Gästen gelang wenig später auch noch ein Ausgleich, zwei Sekunden vor dem Pfiff stellte Pechacek unter dem Jubel der Krollmann Arena aber klar, wem der erste Spielabschnitt gehören sollte (24:17).

Und die Feuervögel konnten den Schwung mit ins zweite Viertel nehmen: Adam Pechacek setzte gleich wieder zum 26:17 und 28:17 seinen Signature-Sprungwurf um und auf der anderen Seite hielt Phoenix den Korb sauber. Nico Brauner versenkte die ersten Viertelpunkte für Kirchheim an der Freiwurflinie, wovon unbeeindruckt Pechacek auch noch zum 30:20 nachlegte und Kyle Leufroy per Dreier die bislang höchste Phoenix-Führung herstellte (33:20). Doch auch die Knights fanden zur Viertelhälfte ihren Offensiv-Rhythmus wieder und so unterbrach Chris Harris nach einem Dreier von Kevin Wohlrath zum 39:27 die Partie mit einem Timeout. Mit deutlich verbesserter Wurf- und vor allem Dreierquote konnte Hagen die Führung bis zur Pause halten und so ging es beim 51:37 in die Kabine.

Wie schon zu Spielbeginn eröffnete Javon Baumann auch Halbzeit zwei. Für Kirchheim trumpfte Tim Koch mit einem Dreier zum 54:40 auf (9:03 Min.) und Jalan McCloud kam durch ein Foul von Kyle Leufroy zu zwei Schuss an der Linie. Doch der zweite Spohr-Dreier und der zweite Aminu-Dreier des Abends fanden ebenso ihre Wege (60:42) und nachdem Javon Baumann sich zum 64:42 durchsetzen konnte, gab es minutenlang kein Halten mehr auf den Rängen. Rendleman und Hahn hielten Kirchheim in dieser Phase offensiv im Spiel und defensiv machten sie es den Hagenern auch nicht immer leicht, was in einigen Minuten ohne Feldkorb für Phoenix Hagen endete. 40 Sekunden vor Viertelende debütierte dann Daniel Zdravevski für den foulbelasteten Joel Aminu und holte gleich einen Offensivrebound und setzte sich mit aller Kraft für sein Team ein. Mit einem 21-Punkte-Vorsprung ging es beim 70:49 ins letzte Viertel.

Aus 21 Punkten machte Dominik Spohr mit Aminu-Assist 24 und Adam Pechacek bewies seine Treffsicherheit nach einem weiteren Dreier von Mitchell Hahn erneut mit einem spektakulären Wurf aus der Hüfte. An diesem Abend und einem 20-Punkte-Vorsprung als Puffer machte nichts in der Krollmann Arena den Anschein, als hätte es je Probleme mit dem Schlussviertel gegeben. Nachdem den Gästen durch DaJuan Graf einfache Punkte gelangen, rief Harris noch einmal zum Timeout (6:09 Min.). Daraus entstand erneut ein Spohr-Dreier (84:58) und Jannik Lodders stopfte kurzerhand nach. Nachdem Andreas Kronhardt zum 88:60 traf zündete Hagen endgültig ein echtes Offensiv-Feuerwerk und lange vor dem Schlusspfiff sollte klar sein, dass am 12. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga der erste Heimsieg des Jahres zu Buche stehen würde. Javon Baumann stellte 1,5 Sekunden vor Schluss das 99:67 her und stopfte zum 101:69 nach, den 103:70-Endstand stellte aber Jonas Grof an der Freiwurflinie her.  

Phoenix Hagen Headcoach Chris Harris: „Vorne weg möchte ich erwähnen, dass ich schon oft in Coach Parras Situation war und es nach einem Aufwind und einer bevorstehenden Pause mental immer schwierig ist. Ich sehe aber auch, dass wir heute in fast allen Kategorien überlegen waren. Ich freue mich tierisch, dass heute viele Dinge zusammengekommen sind, die uns ein gutes Spiel haben abliefern lassen. Es war so wichtig, dass der Knoten platzt und das Team und das ganze Umfeld endlich wieder einen Sieg feiern können. Darüber bin ich einfach unheimlich froh.“

Phoenix Hagen: Octeus (14/8 Reb.), Gilmore, Leufroy (15), Aminu (13), Zdravevski, Lodders (8/7 Reb.), Spohr (19), Grof (6), Pechacek (16/8 Reb.)), Baumann (12/5 Reb.).

VfL Kirchheim Knights: Brauner (5), Butler (1), Koch (6), Rendleman (4), Pape (8), Wohlrath (10), McCloud (13), Graf (4), Hahn (8), Kronhardt (11).

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