Defensive Strukturen und chemische Interaktionen

Jede Offseason ist lang. Zu lang. Und doch neigt sie sich alljährlich stets ihrem Ende zu, welches gefühlt ganz plötzlich vor der Tür steht. Und gleichzeitig den Startpunkt für eine lange, schweißtreibende, aber vor allem auch spannende Reise bildet, die nunmehr den Namen „Saison 2021/2022“ tragen soll. Was wie immer die Chance bietet, früh den richtigen Ton zu setzen, um die Mannschaft auf die kommenden Tage, Wochen, Monate einzustellen.

Ein altes Sprichwort besagt, dass es keine zweite Chance für einen ersten Eindruck gibt. Ebenso verhält es sich mit Auftakttrainings. Spieler und Trainer stehen erstmals gemeinsam in der Halle. Die Basketball-Welt ist bekanntlich klein. Viele kennen sich bereits. Die Rückkehrer und Veteranen tauschen sich untereinander aus. Shake Hands und Small Talk. Die Neuzugänge versuchen so früh wie möglich ihre Finger an den Wilson zu legen. Ein erstes zaghaftes Bekanntmachen mit der Korbanlage. Sind die Ringe weich oder hart? Wo befinden sich die Löcher im Boden, die es fortan zu meiden gilt? Wie viel Jetlag steckt noch in den Knochen?

Coach Harris macht vom Start weg klar: Ab heute wird gearbeitet. Richtig gearbeitet. Konzentriert gearbeitet. Jedes Training ist wichtig. Bietet die Chance, sich individuell und als Team weiter zu entwickeln. Mit Köpfchen. Welches gebraucht wird, um die defensiven Strukturen zu verstehen, welche als Basis dienen sollen. Welche in Fleisch und Blut übergehen sollen. Welche über eine ganze Reihe an Drills zu Automatismen werden sollen.

Die Verteidigung soll vorgeben, in welchen Bahnen sich der Gegner zukünftig wird bewegen können. Um erfolgreich gestoppt zu werden. Und die eigene Transition zu befeuern. Dazu müssen defensiv alle Zahnräder perfekt ineinander greifen. So ist es gut, dass bei den Drills immer wieder unterbrochen wird, wenn Unklarheiten oder nicht ins angedachte Bewegungsschemata auftauchen. Der Input geht ins Detail, komme er vom Coaching Staff oder aus den Reihen der Spieler selbst. Wem etwas auffällt, kann seine Beobachtungen kundtun. Kann damit Hilfestellungen geben. Kann das Team besser machen.

Ein erstes Training ist auch immer die Zeit für schnelle und offensichtliche Erkenntnisse. Für Dinge, die direkt ins Auge springen. Die offensichtlich sind und Freude bereiten. Bei Shooting Drills, in denen Dominik Spohr und Phillip Daubner kaum zu schlagen sind. Naturalisierte Werfer. Rechtshänder und Lefty. Potenzielle Mismatches. Forwards, die das Feld weit machen können. Die den Ball schon so oft haben durchs Netz rauschen sehen, dass sie mit dem Label „Routinier“ ausgestattet jederzeit den Finger am Abzug haben. Und schonungslos davon Gebrauch machen.

Ähnliches gilt für Marcel Keßen und Marquise Moore. Das „Pick-and-Roll“ zwischen „M&M“ funktioniert früh auf vielen verschiedenen Ebenen. Das Timing beim Block stimmt. Tempo und Spacing nach dem Dribbling sind gut aufeinander abgestimmt. Der Pass kommt zum genau richtigen Zeitpunkt an die genau richtige Stelle. Basketball hat nicht nur etwas mit Taktik und Athletik, sondern auch mit Chemie zu tun.

Alles wird akribisch beäugt. Durch Coach Harris und seinen Staff. Aber auch die Handballer der Eintracht, die sich nach ihrem Team Meeting im Umlauf der Tribünen denen und die allseits beliebten Faszienrollen zum Einsatz kommen lassen. Game recognize game!

Nach knapp zwei Stunden ist die Einheit auch schon vorbei. Und damit auch jeglicher Gedanke an die Sommerpause, die jetzt schon wieder gefühlt eine Ewigkeit weit zurück liegt. Dabei beginnt für Phoenix Hagen die Reise mit dem Namen „Saison 2021/2022“ gerade erst. Und wird in den kommenden Tagen, Wochen, Monaten noch für reichlich Spannung sowie Unterhaltung sorgen.

 


>> Die Saisonvorbereitung von Phoenix Hagen

>> Spielplan Saison 2021/2022

>> Grundschul-Sommercamp vom 14. bis 17. August

 

 

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