"Das Fan-Forum war sehr wertvoll für mich"

Seit knapp einem Monat befindet sich Martin Schmidt bei Phoenix Hagen im Amt des Geschäftsführers. Unlängst stellte er sich im Rahmen eines konstruktiven Treffens den Fragen der Westfalenpost-Redakteure Jens Stubbe und Dominik Brendel.

Einen Auszug des Interviews veröffentlichen wir an dieser Stelle mit freundlicher Genehmigung der WP-Redaktion...

Herr Schmidt, wie gut sind Sie hier angekommen?

Martin Schmidt: Ich bin sehr gut angekommen. Es war stressig in den ersten beiden Wochen. Jetzt, in der dritten Woche, ist deutlich spürbar, dass wir uns als Team einspielen und einen Groove bekommen. Am Anfang steht viel Bürokratie an – Einrichtung des Online-Bankings, Eintragung im Handelsregister und so weiter. Dazu kommt, dass ich mich in einer mir fremden Stadt zurechtfinden muss. Zur Arbeit musste ich zunächst noch mit Navi fahren, aber mittlerweile kenne ich den Weg auswendig (lacht).

Wie ist denn Ihr erster Eindruck von Hagen? Ist die Stadt, für Sie als „Bamberger Jungen“, ein Kulturschock?

Ich hatte bislang wenig Zeit, mich mit der Stadt zu beschäftigen. Eigentlich habe ich mich bislang nur mit dem Verein beschäftigt, also gearbeitet. Aber das wird noch kommen. Meine Frau ist Sauerländerin, sie kennt sich in der Region bestens aus, war mit ihrer Familie schon oft in der Ischelandhalle. Hagen mag nicht so schön wie Bamberg sein, aber die Stadt hat viele schöne Ecken, die ich bald kennenlernen möchte.

Wie arbeitsintensiv ist diese Anfangsphase für Sie?

Es ist schon viel, was bewältigt werden muss. Vertrieb und Marketing sind meine Bereiche, zu diesen Themen kann man mich auch gerne nachts wecken. Aber die ganze Kommunikation mit der Liga, die Themen Lizenzierung und Kaderzusammenstellung beispielsweise waren neu für mich. Es gibt viele Dinge, die in der ProA anders laufen als in der BBL. Das Konstrukt der 2. Liga mit ProA und ProB muss auch erstmal richtig verstanden werden. Zurzeit sitze ich abends in meiner Wohnung und lese die Spiel- und Veranstaltungsordnung der ProA zum Einschlafen (lacht).

Das klingt nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig.

Das ist zurzeit mein Leben. Jeden Tag kommt irgendetwas hinzu, das neu für mich ist, aber das ist vollkommen okay. Dieser Job macht zu jeder Sekunde Spaß. Es gibt keinen Moment, wo ich denke: Es ist jetzt zu viel oder es nervt mich.

Wie schwer ist es, bei all den Aufgaben den Überblick zu wahren?

Jetzt, in der dritten Woche, geht es allmählich. Sehr wertvoll war für mich das Fan-Forum. Dort habe ich unter anderem Vertreter der Fanclubs sowie weitere Anhänger und Sponsoren getroffen. Wir haben schon die ersten beiden Sponsoren-Events angeleiert. Zurzeit bin ich auch viel im Austausch mit unserem e.V. In diesen Bereich muss ich mich sicher noch einarbeiten, auch was das Thema Vereinskooperationen angeht. Aber beim Profibereich habe ich langsam den Überblick.

Wie ist bislang das Feedback von den Sponsoren? Spüren Sie bei den Partnern aus der Wirtschaft noch Unsicherheiten wegen Corona?

Kontakt zu Sponsoren haben wir derzeit sehr viel, mit fast allen haben wir schon Gesprächstermine vereinbart. Dominik Spohr und ich versuchen - sofern möglich - immer gemeinsam aufzutreten. Wir möchten mit den Sponsoren Partnerschaften leben und nicht einfach nur Geld bekommen, um die Saison zu finanzieren. Wir wollen Partner gewinnen und Netzwerke schaffen. Das Thema Corona ist, so wie ich es empfinde, nicht mehr so präsent bei den Sponsoren. Die Themen Inflation und Energiekrise schon eher. Aber alle Unternehmen, mit denen wir Kontakt haben, sind zumindest bereit zu reden. Das ist schon mal gut. Die Leute möchten uns und unseren neuen Weg kennenlernen. Plötzlich kommt da einer aus Bamberg, den keiner kennt, und Dominik Spohr, von dem jeder weiß, dass er Dreier werfen kann. Aber sie wissen noch nicht, wozu er sonst noch in der Lage ist.


Das komplette Interview gibt es HIER >>


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