70:73-Niederlage gegen Tübingen baut Heimpleiten-Serie aus

Phoenix Hagen unterliegt den Tigers Tübingen am 8. Spieltag der Barmer 2. Basketball-Bundesliga ProA 70:73 (36:30). Über weite Strecken des Spiels hatten Zuschauer und Mannschaft Hoffnung auf den ersten Sieg des Jahres 2019 in der Krollmann Arena. Letztlich steckte man aber eine weitere Heimniederlage ein.

Phoenix startete an diesem Abend in folgender Aufstellung: Niklas Geske, Joel Aminu, Jonas Grof, Dominik Spohr und Adam Pechacek. Der zuletzt angeschlagene Niklas Geske sorgte mit einem schnellen Dreier für die erste Phoenix-Führung zum 3:0. Für Tübingen war Center-Routinier Philipp Neumann der Mann der ersten Minuten: Während das Wurfglück die Feuervögel verließ, brachte er die Tübinger zum 5:6 und seinem dritten Korb erstmals in Führung (6:30 Min.). Nachdem Chris Harris sein erstes Timeout zog, kam Baumann für Pechacek. Trotz frisch operierter Nase und Maske setzte er sich gleich unter dem Korb durch. Den Abschluss fanden die Feuervögel nun aber über lange Strecken nicht, erst kurz vor Viertelende sorgte Joel Aminu für den 14:16-Viertelstand.

Die ersten Minuten des zweiten Viertels verliefen schleppend für Phoenix Hagen. Nach drei Minuten und bei einem 17:21-Rückstand verletzte sich Niklas Geske am Fuß und musste das Feld verlassen. Das nahmen seine Teamkollegen Leufroy und Gilmore zum Anlass, gleich zwei Dreier nacheinander zu versenken und die Führung zurückzuerobern – Timeout Tigers. Doch die Hagener ließen sich nicht aus dem Rhythmus bringen. Defensiv lieferten sie nun stark ab und auch Kapitän Spohr steuerte zum 31:27 und 34:27 seine ersten Punkte des Abends bei. Bis zur Halbzeit konnten die Feuervögel so die Führung halten und man ging mit einem 36:30-Vorsprung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel kam die Gewissheit, dass man an diesem Abend ohne Niklas Geske auskommen musste. Vermutlich erlitt er eine Außenbandverletzung. Die übrigen Phoenix-Spieler zeigten aber nun umso mehr, was in ihnen steckt. Nach knapp drei Minuten war die Führung zum ersten Mal zweistellig (42:32) und vor stehender Kulisse stopfte Jonas Grof auch noch zum 44:32 und zwang Tigers-Coach Douglas Spradley zur Unterbrechung. Tübingen fand den Weg durch die Hagener Defense danach wieder besser, nach einem Günther-Dreier zum 49:38 zeigten sich die Tiger aus der Distanz treffsicher und machten Boden gut. Doch Phoenix Hagen hielt in diesem dritten Viertel stand und so ging es mit einer 57:51-Führung ins Schlussviertel.

Während Javon Baumann sein 4. Foul kassierte und Phoenix langsam in Personalengpässe kam, konnte Tübingens Topscorer Tanner Graham mit der 24-Sekunde-Sirene auf 57:54 verkürzen und ausgerechnet Ex-Feuervogel Kris Davis glich nach 2:30 Minuten zum 57:57 aus. Die Führung holte sich Kyle Leufroy zwar zügig zurück, es folgten mehrere Führungswechsel und wieder war es gut zwei Minuten vor Schluss Kris Davis, der die Tigers zum 63:65 nach vorn brachte. Adam Pechacek glich das Spiel noch einmal an der Freiwurflinie aus, der vierte Davis-Dreier zum 65:68, 48 Sekunden vor Schluss, war dann aber vorentscheidend. Adam Pechacek legte noch zweimal für Phoenix nach, Roland Nyama gab sich aber treffsicher an der Freiwurflinie und so stand letztlich die 70:73-Heimniederlage auf dem Block.

Phoenix Hagen Headcoach Chris Harris: „Das war heute ein Defensiv-Kampf, den wir hier wohl schon lange nicht mehr gesehen haben. Wir sind gut ins Spiel reingekommen und konnten auch einiges umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Teilweise sind die Würfe nicht gefallen, im Spielverlauf wurden die Beine schwer. Da haben unsere Ausfälle und heute natürlich weh getan. Javon wollte unbedingt spielen und er hat uns mit seiner Motivation und seiner Leistung viel Energie gegeben. Es war ein verdammt schweres Spiel und eine sehr schwere Niederlage.“

Phoenix Hagen: Gilmore (3), Leufroy (15), Günther (3), Geske (3), Aminu (7), Spohr (9), Grof (5), Pechacek (20), Baumann (5).

Tigers Tübingen: Smith Jr. (5), Strings, Baldwin (8), Bekteshi (5), Wolf (2), Davis (14), Graham (16), Neumann (12), Nyama (11), Stammberger.

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