Title: Mittwoch(t): Wir sind Dorfbewohner. Vielleicht.
Author: Jörg Bähren
Published: 15. Oktober 2025

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# Mittwoch(t): Wir sind Dorfbewohner. Vielleicht.

 Veröffentlicht am 15. Oktober 2025 von [Jörg Bähren](https://www.phoenix-hagen.de/author/joerg-baehren/)

Es ist ein Spiel von List und Täuschung. Eines, in dem jeder nur so viel preisgibt,
wie er eben muss. Oder kann. Oder will. Niemand möchte sich in die Karten schauen
lassen. Um die eigene Position zu stärken und gegenüber allen anderen bestmöglich
einen Vorteil zu haben. Wer das Spiel gewinnen möchte, muss ab einem gewissen Zeitpunkt
allerdings fast zwangsläufig aus seiner Deckung kommen. Zumal immer mehr Informationen
bekanntwerden, je länger das Spiel dauert. Es gibt zu viele Komponenten und Faktoren,
die durch eigenes Handeln und Zutun nur bedingt beeinflusst oder gesteuert werden
können. 

Sind wir noch im Basketball, oder endgültig bei **„Werwölfe“** angelangt?

In der [ARD Mediathek](https://www.ardmediathek.de/serie/werwoelfe-oder-alle-folgen-der-reality-show/staffel-1/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdFNlcmllcy9GMjAyNVdPMDA4MjY1QTA/1)
lässt sich wunderbar nachschauen, was passiert, wenn das großartige Gesellschaftsspiel
aus dem Stuhlkreis herausgeholt und in eine kleine Wohngruppe mitten im Wald umgepflanzt
wird. Es ist mehr als reines Zusehen. Es ist miträtseln. Es ist Empathie zeigen 
mit den vermeintlich Schwachen – oder ist das alles nur gespielt?

Vieles davon lässt sich unter bestimmten Blickwinkeln betrachtet aufs Parkett übertragen.

Wie lassen sich Informationen über den eigenen Kader, die eigenen Tendenzen, die
eigenen Stärken möglichst lange vor dem Gegner verbergen? Stand wirklich immer erst
am Spieltag eine Stunde vor Tipoff fest, dass Marvin Omuvwie noch geschont wird?
Die Antwort ist mindestens genauso interessant, wie die eigene Neugierde daran, 
ob Cosmo Grühn im NRW-Derby gegen Münster sein Saisondebüt geben würde. Da werden
gern im Vorfeld versucht alle möglichen Kanäle anzuzapfen, um etwas zu erfahren.
Manchmal gelingt dies, manchmal auch nicht.

Also geht raus und spielt’s Basketball.

Es ist so wichtig, einen guten Draht zu denjenigen zu haben, die potenziell eine
Sonderrolle haben. Oder vielleicht wird im Laufe der Zeit unter der eigenen Tür 
die Karte des „kleinen Mädchens“ hergeschoben. Informationen zu haben, kann nur 
von Vorteil sein. Doch zu welchem Preis werden diese erlangt? Wer sich zu weit vorwagt,
macht sich mitunter verdächtig. Erntet Mistrauen. Oder gar Missgunst. Ganz sicher
aber erhalten behutsam aufgebaute Vertrauensverhältnisse einen herben Dämpfer.

Die brutale Komponente des Spiels: Es geht darum, zu fressen, ohne selbst gefressen
zu werden. Nur die Starken (und Klugen) überleben. Doch so aussichtsreich die eigene
Position auch sein mag, das Geschehen kann sich blitzschnell wenden. Wenn der Hauptmann
fällt. Sich das kleine Mädchen nicht traut, im Schutz der Nacht einen Blick zu riskieren.
Wenn die Seherin ihren eigenen (Fehl-) Einschätzungen zum Opfer fällt. Dann kann
der perfekte Saisonstart ganz schnell passé sein, weil im Frankenland ein Stolperstein
liegt. Oder die Hürde wird souverän umschifft und die eigene Position zusätzlich
gestärkt.

Doch final abgerechnet wird erst im Frühjahr, wenn der Rat ein letztes Mal zusammenkommt.

**Mittwoch(t)**

Es gibt so viele Geschichten rund um Phoenix Hagen. Geschichten, die erzählt werden
wollen. Die einen etwas anderen Einblick in den Club und die internen (Denk-)Prozesse
geben. Aus dem Arbeitstitel „Mittwochs-Meinung“ entwickelte sich der „Statement 
Wednesday“ oder auch das „Wort zum Mittwoch“, und letztlich der Begriff „Mittwoch(
t)“. Es ist der etwas andere Angang an Themen, welche das Phoenix-Office umtreiben.

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[Falken vs. Feuervögel, oder: Der Kampf um die Lufthoheit](https://www.phoenix-hagen.de/falken-vs-feuervoegel-oder-der-kampf-um-die-lufthoheit/)