Title: Mittwoch(t): Spaß bei der Arbeit … dürfen die das?
Author: Jörg Bähren
Published: 11. Dezember 2024

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# Mittwoch(t): Spaß bei der Arbeit … dürfen die das?

 Veröffentlicht am 11. Dezember 2024 von [Jörg Bähren](https://www.phoenix-hagen.de/author/joerg-baehren/)

Vielleicht ist es eine Generationenfrage. Oder schlichtweg die unterschiedliche 
Priorisierung dessen, was einem selbst wichtig ist im Leben. Grundsätzlich gilt:
Hard work pays off. Aber der Arbeit ist sicherlich nicht alles unterzuordnen. Doch
Arbeitszeit ist dazu da, um bestmöglich genutzt zu werden. Doch ist es erlaubt dabei
Spaß zu haben? Gute Frage.

Was uns zu der Truppe von Paris Basketball führt…

Zwischen Tür und Angel gingen neulich im Phoenix-Office wieder diverse Videos des
französischen Euroleague-Teams herum. Wilder Dreier Nadir Hifi hier, ein singender
und [tanzender TJ Shorts](https://www.instagram.com/p/DDIF_a5s5aV/) dort. Dazu Gepaart
mit der Ungläubigkeit, dass Sebastian Herrera tatsächlich in der europäischen Beletage
mitzockt – das konnte so niemand kommen sehen.

Der Punkt ist aber: Dürfen die das? So unverschämt gute Laune haben. Kokett lässig
durch die Katakomben oder übers Feld tänzeln. Sich gegenseitig abfeiern. Hand Shakes
zelebrieren, die selbst für LeBron James zu kompliziert werden.

Das könnte der Truppe irgendwann vielleicht bös auf die Füße fallen, wenn die Zehn-
Siege-Serie in der Euroleague reißt oder es auf nationaler Ebene weniger als Platz
zwei in der Tabelle ist. Könnte. Ob es dazu kommt – dem basketballerischen Loch 
oder der medialen Schelte – weiß niemand.

Viel entscheidender ist folgendes gedankliche Experiment: Haben die Jungs von der
Seine so viel Spaß, weil sie erfolgreich sind … oder sind sie so erfolgreich, weil
sie Spaß haben?

Schrödinger hätte auch Basketballer sein können.

Hier kommt ein Ansatz ins Spiel, den schon Gregg Popovich predigte und der so essenziell
wichtig ist – auch abseits des Feldes. Wer von dem, was er tut, wirklich überzeugt
ist, braucht sich um die öffentliche Meinung nicht zu scheren. Es zählt lediglich,
selbst dazu zu stehen sowie den Sinn und Zweck dahinter zu erkennen.

Das gilt auch, gilt besonders für bellende Hunde.

Die Marotte der Phoenix-Spieler, bei defensiven Sequenzen der eigenen „Dawg Mentality“
freien Lauf zu lassen, muss nicht jeder mögen. Muss auch nicht jeder verstehen. 
Sie muss bloß im Team gefühlt und gelebt werden. Muss intern Sinn machen.

Der Zauber liegt darin, konstant im eigenen Handeln zu sein. Es geht um die grundsätzliche
Einstellung, mit welcher eine Sache angegangen wird. Um den eigenen Gemütszustand.
Unabhängig vom Ergebnis.

Denn das steht vor Tipoff – wenn wahlweise getanzt oder gebellt wird – noch lange
nicht fest.

![Mittwocht 16zu9 01](https://www.phoenix-hagen.de/wp-content/uploads/sites/8364/
2024/07/Mittwocht_16zu9_01.jpg)

**Mittwoch(t)**

Es gibt so viele Geschichte rund um Phoenix Hagen. Geschichten, die erzählt werden
wollen. Die einen etwas anderen Einblick in den Club und die internen (Denk-)Prozesse
geben. Aus dem Arbeitstitel „Mittwochs-Meinung“ entwickelte sich der „Statement 
Wednesday“ oder auch das „Wort zum Mittwoch“, und letztlich der Begriff „Mittwoch(
t)“. Es ist der etwas andere Angang an Themen, welche das Phoenix-Office umtreiben.

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