Title: Mit aller Macht: Phoenix erzwingt Entscheidungsspiel!
Author: Dominik Möller
Published: 11. Mai 2024

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# Mit aller Macht: Phoenix erzwingt Entscheidungsspiel!

 Veröffentlicht am 11. Mai 2024 von [Dominik Möller](https://www.phoenix-hagen.de/author/dominik-moeller/)

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte hat Phoenix Hagen zwei Spiele einer Playoff-
Serie gewonnen. Maßgeblichen Anteil an diesem historischen Meilenstein hatte Kristofer
Krause, der sein Team im Do-or-die-Spiel am Freitagabend in Kirchheim als Topscorer
anführte. Durch den 76:68-Erfolg bei den Bozic Estriche Knights dürfen die Hagener
weiter vom Einzug ins Halbfinale der Playoffs in der BARMER 2. Basketball Bundesliga
ProA träumen.

![Game En](https://www.phoenix-hagen.de/wp-content/uploads/sites/8364/2024/05/Game-
En-scaled.jpg)

Dass die Serie dramatisch werden würde, das war schon nach den ersten Spielen dieser
Viertelfinalserie abzusehen. Dass es jetzt zum entscheidenden Showdown kommt, daran
haben die wenigsten geglaubt. Aber: Nach der Partie am Freitagabend steht fest: 
Es gibt keine Ausreden mehr. Sonntag um 16 Uhr gibt’s den ultimativen Nagelbeißer.
Wer gewinnt, zieht ins Halbfinale ein. Wer verliert, darf sich in den Sommer verabschieden.
Auf den Sieger der Partie warten im Halbfinale die PS Karlsruhe Lions, die sich 
im parallelen Matchup gegen die Jobstairs Gießen 46ers durchsetzen konnten.

Anders als in den ersten Spielen der Serie, gelang es Kirchheim in Spiel vier nicht,
sich frühzeitig abzusetzen. Allerdings beendeten die Hausherren den ersten Abschnitt
mit einem 9:2-Lauf und konnten so mit einer Fünf-Punkte-Führung in die erste Viertelpause
gehen. Heißt: Am Ende war es wie in bislang jedem Aufeinandertreffen in dieser Viertelfinalserie.
Zehn Minuten gespielt. Und Kirchheim hat die Nase vorn.

Bedeutet aber auch: Phoenix würde das Spiel im zweiten Viertel wahrscheinlich drehen.
Tatsächlich gewann das Team von Chris Harris das zweite Viertel, dennoch gingen 
die Feuervögel mit einem knappen Rückstand in die Kabine (36:38, 20.). Und auch 
nach dem dritten Viertel lagen die Hagener noch knapp zurück (52:53.). Lennart Boner
war es schließlich, der die Volmestädter wieder in Führung brachte (54:53, 31.).
Siler Schneider legte nach. Und jetzt war Kirchheim unter Zugzwang, konnte den Run
der Gäste aber nicht mehr aufhalten. Kristofer Krause, der alle seine Dreierversuche–
vier an der Zahl – durch die Reuse jagte, machte die Hagener Führung erstmals zweistellig(
65:55, 34.).

![Krissi sss](https://www.phoenix-hagen.de/wp-content/uploads/sites/8364/2024/05/
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Und doch wurde es nochmal kribbelig. Michael Miller verkürzte knapp zwei Minuten
vor dem Ende auf 65:69. Doch Bjarne Kraushaar blieb an der Freiwurflinie cool, versenkte
beide Würfe sicher. Ehe Naz Bohannon 32 Sekunden vor der Schlusssirene per Korbleger
den Auswärtssieg besiegelte. 

Damit bleibt es dabei: In dieser Serie gab es noch keinen Heimsieg! Es erinnert 
ein bisschen an den Titlerun der Opel Skyliners im Jahr 2004. In der Finalserie 
gegen GHP Bamberg hatte bis zum entscheidenden Spiel immer das Gästeteam die besseren
Karten. Bis Frankfurt schließlich im fünften und entscheidenden Spiel den Bann brach–
und sich vor heimischer Kulisse mit einem 84:78-Erfolg die Meisterschaft sicherte.
Und wenn sich Geschichte wiederholt, dann zieht Hagen am Sonntag ins Halbfinale 
ein.

Doch vor dem möglichen Halbfinal-Einzug stehen noch 40 Minuten. 40 intensive Minuten.
Und dass die Knights wollen, haben sie in dieser Serie mehr als einmal bewiesen.
Igor Perovic wird sein Team bestmöglich auf dieses Viertelfinal-Finale einstellen.
Kampflos, soviel dürfte jetzt schon feststehen, wird Kirchheim Hagen nicht das Feld
überlassen. Es wird heiß in der Ische. Und wild. Und hoffentlich endet der Sonntag
mit einem weiteren Meilenstein für Phoenix Hagen…

**Stats:**
**Bozic Estriche Kirchheim Knights – Phoenix Hagen 68:76 (18:13, 20:23,
15:16, 15:24)****Bozic Estriche Kirchheim Knights:** Demetrius Ward (11/2 Dreier),
Michael Flowers (14/1), Antonio Dorn (4), Jonas Niedermanner (3/1), Giuseppe Seggio(
DNP), Nil Failenschmid Clavera (DNP), Michael Miller (20/1), Nicholas Muszynski (
9/1, 8 Blocks), Aleksa Bulajic (2), Aitor Pickett (5).**Phoenix:** Dennis Nawrocki,
Siler Schneider (16), Bjarne Kraushaar (8), Nino Vrencken (DNP), Devonte McCall (
8, 13 Rebounds), Jamel McAllister, Vincent Neugebauer (2), Tim Uhlemann (6), Naz
Bohannon (10, 14 Rebounds), Kristofer Krause (17/4), Lennart Boner (9/1, 8 Rebounds).

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